Verdi-Warnstreiks, Nahverkehr

Verdi-Warnstreiks im Nahverkehr erreichen am Freitag Höhepunkt

01.03.2024 - 06:17:05 | dpa.de

Die zweite Warnstreikrunde der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erreicht an diesem Freitag ihren Höhepunkt.

In Dutzenden StĂ€dten und Landkreisen soll es erneut zu weitreichenden EinschrĂ€nkungen im Bus-, U- und Straßenbahnverkehr kommen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der Arbeitskampf begann vielerorts bereits am Donnerstag. Andere Gewerkschaften hatten mancherorts schon Anfang der Woche zu Arbeitsniederlegungen im ÖPNV aufgerufen, darunter in Berlin.

Am Freitag will Verdi den Ausstand noch einmal ausweiten. WĂ€hrend er in Berlin um 14.00 Uhr enden soll, dauert er in vielen anderen BundeslĂ€ndern noch bis in die Nacht zum Samstag. UnterstĂŒtzung bekommt die Gewerkschaft bei ihrem Arbeitskampf von der Umweltbewegung Fridays for Future (FFF).

Beide Organisationen kooperieren schon seit mehreren Jahren im BĂŒndnis "Wir fahren zusammen". FFF hat fĂŒr diesen Freitag zum bundesweiten Klimastreik und zu mehr als 100 Kundgebungen und Demonstrationen im ganzen Land aufgerufen. Zentrales Thema der Demonstrationen werde dabei der Kampf der ÖPNV-BeschĂ€ftigten um bessere Arbeitsbedingungen, hieß es. "WĂ€hrend sich die Regierung im Streit verliert, stehen Fridays for Future und Verdi geschlossen da und kĂ€mpfen gemeinsam fĂŒr Klimaschutz, gute Jobs und lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Investitionen im ÖPNV", teilte die Aktivistin Luisa Neubauer mit.

Viele FahrgĂ€ste mĂŒssen sich aufgrund des Arbeitskampfes erneut auf weitreichende EinschrĂ€nkungen im Nahverkehr einstellen. Vielerorts kommt der ÖPNV erneut vollstĂ€ndig zum Erliegen. Betroffen waren bereits am Donnerstag zahlreiche StĂ€dte und Gemeinden etwa in Berlin, Nordrhein-Westfalen, im SĂŒdwesten, in Niedersachsen oder ThĂŒringen.

In insgesamt 14 BundeslĂ€ndern verhandelt Verdi derzeit parallel vor allem ĂŒber bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten. In einigen LĂ€ndern geht es auch um mehr Geld. Im Mittelpunkt stehen vor allem Forderungen nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit, etwa in Hamburg, oder nach mehr Urlaubstagen und lĂ€ngere Wendezeiten, etwa in Berlin. In Bayern wird nicht verhandelt, weil dort der geltende Tarifvertrag noch lĂ€uft. Im Saarland gibt es inzwischen einen Abschluss. Dort wird ebenfalls nicht gestreikt.

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