dm plant Herz-Kreislauf-Check in Drogerien
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 07:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Das ist die hĂ€ufigste Todesursache in Deutschland", sagte Sebastian Bayer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marketing + Beschaffung. Mittlerweile sei die technologische Entwicklung so weit, dass man mit Sensorik viele Vitaldaten und Parameter ohne gröĂeren Aufwand zuverlĂ€ssig erfassen könne. DafĂŒr reiche es beispielsweise, sich angezogen in eine Kabine zu stellen.
Einen genauen Termin fĂŒr die EinfĂŒhrung eines solchen Angebots nannte Bayer nicht. "Ich gehe aber davon aus, dass wir noch in diesem Kalenderjahr an den Start gehen." Unklar blieb zunĂ€chst auch, mit welchen Partner das Karlsruher Unternehmen hierbei zusammenarbeiten möchte.
Mehr Filialen mit Augenscreening-Angebot
Vor rund einem Jahr hatte dm angefangen, in ausgewĂ€hlten Pilotfilialen Haut- und Blutanalysen oder Augenscreenings anzubieten. Bei den Augenscreenings geht Bayer zufolge schon bald eine zweite Testphase los: Sowohl in lĂ€ndlichen Regionen in Schleswig-Holstein, in denen es vergleichsweise wenige AugenĂ€rzte gebe, als auch in GroĂstĂ€dten wolle dm schauen, wie das Angebot dort jeweils angenommen wird. Die Zahl der Filialen, die ein solches Augenscreening anbieten, solle von derzeit 8 auf 30 steigen. Die Umbauarbeiten seien fĂŒr Ende August und September geplant.
Die Analyse von Blutwerten sei im Moment ausgesetzt, habe sich aber als ein relevantes Angebot fĂŒr Kundinnen und Kunden erwiesen, sagte Bayer. "Das will dm stĂ€rker selbst in die Hand nehmen." Mit Blick auf die Hautuntersuchungen gehe es aktuell vor allem darum, die Vermittlung an einen Online-Hautarzt zu verbessern.
Gerichtsprozess im September
VerbĂ€nde von Haut- und AugenĂ€rzten hatten die Angebote kritisiert. Die Wettbewerbszentrale ist sogar wegen des Augenscreenings vor Gericht gezogen. Der Verein, der unter anderem SpitzenverbĂ€nde der deutschen Wirtschaft vertritt, verlangt unter anderem, dass dm in den Filialen kein Augenscreening zur Feststellung von Augenkrankheiten durch Menschen durchfĂŒhren lĂ€sst, die keine Ărzte sind, und solche Angebote nicht bewirbt. Am 9. September will hierzu das Landesgericht Karlsruhe verhandeln.
Am DĂŒsseldorfer Landgericht ist im November ein weiterer Prozess angesetzt. Dort geht es um den Kooperationspartner von dm.
