Dormagen: Feuerwehr trainiert Sicherheit fĂŒr SondereinsĂ€tze
08.04.2026 - 12:19:06 | boerse-global.deDie Feuerwehr Dormagen hat ihre Fahrer fĂŒr GroĂeinsĂ€tze mit schwerem GerĂ€t fit gemacht. In einem speziellen Fahrsicherheitstraining ĂŒbten zwölf EinsatzkrĂ€fte den Umgang mit Löschfahrzeugen ĂŒber 7,5 Tonnen. Das Ziel: Bei Blaulichtfahrten trotz Stress und Zeitdrucks sicher ans Ziel kommen.
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Schwere Fahrzeuge im Grenzbereich beherrschen
Im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich ging es an die physikalischen Grenzen. Auf speziell prĂ€parierten FlĂ€chen, darunter simulierte Eis- und NĂ€sse, trainierten die Feuerwehrleute Notbremsungen und Ausweichmanöver. Diese Ăbungen sind besonders fĂŒr die neuen, schwereren Fahrzeuge der Wache entscheidend. Seit 2025 ist dort ein GroĂtanklöschfahrzeug (GTLF 8000) im Dienst, das stolze 26 Tonnen auf die Waage bringt.
âUnser Hauptziel ist es, die Handhabung der GroĂgerĂ€te zu optimieren und die Sicherheit fĂŒr alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhenâ, erklĂ€rt Koordinator Marco Schmidt. Das Training umfasste auch PrĂ€zisionsmanöver in engen StraĂen, wie sie fĂŒr Dormagens Wohn- und Industrieviertel typisch sind. RegelmĂ€Ăige Praxis soll den Fahrern helfen, auch unter Hochdruck ruhig und sicher zu reagieren.
Blaulichtfahrt: Ein 17-fach höheres Unfallrisiko
Eine Fahrt mit Sondersignal stellt Fahrer vor immense psychische und physische Herausforderungen. Statistisch ist das Unfallrisiko dabei bis zu 17-mal höher als im normalen Verkehr. Das Dormagener Training griff diese Gefahr auf. Es verband praktische Ăbungen mit theoretischem Unterricht zu den rechtlichen Grundlagen der Sondersignalfahrt nach StVO §§ 35 und 38.
âDie Vorbereitung auf den Einsatz beginnt in dem Moment, in dem das Fahrzeug die Wache verlĂ€sstâ, betont Feuerwehrchef Norbert Buchkremer. Das sichere Ankommen der Mannschaft sei die erste Voraussetzung fĂŒr jeden erfolgreichen Rettungseinsatz. Das Training soll den Fahrern das nötige Selbstvertrauen geben, um mit der ReizĂŒberflutung aus Sirenen, Funk und unberechenbaren Reaktionen anderer Autofahrer umzugehen.
Moderne Technik erfordert spezielles Training
Der Bedarf an spezieller Ausbildung wĂ€chst mit der technologischen AufrĂŒstung der Feuerwehrflotte. Ende 2025 investierte die Stadt rund 2,1 Millionen Euro in sieben neue Fahrzeuge, darunter ein modernes Einsatzleitfahrzeug. Diese sind mit Assistenzsystemen wie ESP und ABS ausgestattet, die im Ernstfall spezifische Fahrereingaben erfordern.
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Das neue GTLF 8000 vereint die Funktionen eines Tanklöschfahrzeugs und eines Pulverlöschcontainers. Diese Bauweise spart bei der Anfahrt wertvolle Minuten, stellt aber durch das höhere Gewicht auch gröĂere Anforderungen an den Fahrer. Die Trainings in Grevenbroich sind exakt auf diese neuen Fahrzeugkonfigurationen zugeschnitten. ZusĂ€tzliche KomplexitĂ€t bringt der Einsatz von Drohnen zur Erkundung, der die Koordination zwischen Fahrer und Einsatzleitung weiter verfeinert.
Nachhaltige Finanzierung fĂŒr langfristige Sicherheit
Die Nachhaltigkeit des Sicherheitsprogramms stĂŒtzt ein Kooperationsmodell. Die Kosten fĂŒr das Training teilen sich die Stadt Dormagen und die Unfallkasse NRW je zur HĂ€lfte. Diese Partnerschaft unterstreicht den ökonomischen Wert der PrĂ€vention: SchĂ€den an Fahrzeugen und Verletzungen des Personals durch Training zu vermeiden, ist deutlich kostengĂŒnstiger als die Folgen eines schweren Unfalls zu bewĂ€ltigen.
Die Feuerwehr plant, den halbjĂ€hrlichen Trainingszyklus beizubehalten. ZukĂŒnftig könnten mobile Fahrsimulatoren zum Einsatz kommen. Diese âSondersignalfahrt-Trainerâ erlauben die Simulation seltener, aber katastrophaler Ereignisse wie eines plötzlichen Bremsversagens. Mit diesem rigorosen Programm schĂŒtzt die Wehr nicht nur ihre Mitglieder und das teure GerĂ€t, sondern unterstreicht ihr Commitment fĂŒr die Sicherheit aller Dormagener.
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