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LEG Immobilien profitiert von höheren Mieten - Investitionen belasten

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 14:27 Uhr | dpa.de

DÜSSELDORF - Der Immobilienkonzern LEG DE000LEG1110 profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungszentren.

(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz, Aktienkurs)

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Immobilienkonzern LEG DE000LEG1110 profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungszentren. Unternehmenschef Lars von Lackum bestĂ€tigte am Dienstag zur Vorlage der Halbjahreszahlen die Ziele fĂŒr 2026. Die Aktie verlor zuletzt rund 0,3 Prozent.

Im ersten Halbjahr wuchs die Nettokaltmiete im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf 473,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen in DĂŒsseldorf mitteilte. Die Miete pro Quadratmeter auf vergleichbarer FlĂ€che stieg von 6,96 auf 7,21 Euro.

Im laufenden Jahr sollen die Mieten auf vergleichbarer FlĂ€che weiterhin um 3,8 bis 4,0 Prozent zulegen und damit stĂ€rker als 2025. Das hĂ€ngt vor allem damit zusammen, dass LEG in diesem Jahr auch die Mieten im geförderten Bestand erhöhen kann. Mit rund 28.000 geförderten Einheiten - gut 15 Prozent der BestĂ€nde - gehört LEG zu den grĂ¶ĂŸten Anbietern von Sozialwohnungen in Deutschland.

2028 lĂ€uft fĂŒr rund 16.000 Wohnungen die Bindungsfrist aus. Die bisherigen Mieten von im Schnitt 5,41 Euro je Quadratmeter sollen dann frĂŒheren Angaben zufolge an die Marktmieten im frei-finanzierten Bereich herangefĂŒhrt werden. So könnten die Mieten in diesen Wohnungen 2028 um etwa 12 Prozent erhöht werden. Dies entspreche einem zusĂ€tzlichen Mietwachstum von etwa einem Prozentpunkt auf Ebene des Gesamtportfolios.

Die fĂŒr das Unternehmen wesentliche Ergebniskennziffer AFFO (Mittelzufluss aus der operativen TĂ€tigkeit bereinigt um aktivierte Investitionen) ging im Halbjahr indes um 12,7 Prozent auf 110,5 Millionen Euro zurĂŒck. Das Unternehmen begrĂŒndete dies mit höheren Investitionen. Diese seien in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 202 Millionen Euro gestiegen.

In der zweiten JahreshÀlfte rechnet der Konzern dann mit geringeren Investitionen und mit mehr Fördermittel. Im laufenden Jahr peilt der Konzern weiterhin einen AFFO von 220 bis 240 Millionen Euro an - das wÀre ein neuer Rekord.

Unter dem Strich ging das Periodenergebnis von 448,1 auf 283,5 Millionen Euro zurĂŒck. So fiel die Aufwertung der Immobilien niedriger aus als im Vorjahr.

Derweil kommt das Unternehmen beim Schuldenabbau gut voran. Bereits im laufenden Jahr soll das VerhĂ€ltnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten und dem Wert der Immobilien auf 45 Prozent sinken. Ende Juni 2026 ging der sogenannte LTV um 1,3 Prozentpunkte auf 45,5 Prozent zurĂŒck. Zum Schuldenabbau trĂ€gt auch der Verkauf von Wohnungen bei.

Am Transaktionsmarkt lĂ€uft es aber derzeit nicht so rund. "Die Hoffnungen waren groß, die Erwartungen wurden enttĂ€uscht", sagte von Lackum bezĂŒglich des geplanten Verkaufs von Wohnimmobilien. Der Transaktionsmarkt leide unter den hohen geopolitischen VolatilitĂ€ten. Unsicherheiten, wie die Blockade von der Straße von Hormus, fĂŒhrten zu höheren Energiepreisen und schließlich zu einer höheren Inflation oder Inflationserwartung. Dies wirke sich auch auf Kaufinteressenten aus.

"Was am besten klappt, ist der Verkauf von einzelnen MehrfamilienhĂ€usern und kleinere Portfolios", fĂŒgte der Manager hinzu. Die VerĂ€ußerung von grĂ¶ĂŸeren Portfolios hingegen funktioniere nicht. In den ersten sechs Monaten hat das Unternehmen den Verkauf von rund 1.000 Wohnungen fĂŒr rund 74 Millionen Euro abgewickelt oder vereinbart.

Der Immobilienkonzern will insgesamt 5.000 Wohneinheiten verĂ€ußern, darunter rund 1.400 in Ostdeutschland der ehemaligen Adler-Tochter. Dem Unternehmen gehören rund 171.000 Wohnungen.

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