Bahn-Gewerkschaftschef sieht 'neue, schlimme QualitÀt'
04.02.2026 - 16:45:52 | dpa.deDurch den tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz sieht der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fĂŒr Bahnmitarbeiter eine "neue, schlimme QualitĂ€t" erreicht.
"Der Kollege hat keinen Fehler gemacht, soweit wir wissen, ist behutsam vorgegangen und ist am Ende seinen schweren Kopfverletzungen erlegen, obwohl es noch Hilfe im Zug gab", sagte EVG-Chef Martin Burkert am NĂŒrnberger Hauptbahnhof. Dort fand wie an mehreren Bahnhöfen bundesweit um 15.00 Uhr eine Schweigeminute statt.
Eine Umfrage der Gewerkschaft unter Bahnmitarbeitern habe ergeben, dass 32 Prozent der Befragten Angst hÀtten, in die Arbeit zu gehen, sagte Burkert. "Das ist ein unglaublich hoher Wert."
EVG: Mitarbeiter sollen nicht allein in RegionalzĂŒgen unterwegs sein
Um die Sicherheit von Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern zu verbessern, fordere die Gewerkschaft seit langem vor allem eine Doppelbesetzung in RegionalzĂŒgen - damit nicht ein Mitarbeiter allein im Zug unterwegs sein muss.
"DafĂŒr sind die LĂ€nder verantwortlich", sagte Burkert. "Die mĂŒssen einfach eine Doppelbesetzung bezahlen." Helfen wĂŒrde aus seiner Sicht auch, Bahnmitarbeiter durchgehend mit Bodycams auszustatten und das Angebot von Notfallknöpfen auszuweiten.
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