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East African Portland Cement-Aktie (KE0000000182): Zementproduzent aus Kenia mit tiefgreifendem Umbau

17.05.2026 - 10:31:22 | ad-hoc-news.de

East African Portland Cement steht nach Jahren hoher Verluste und Restrukturierungen im Fokus. Wie der kenianische Zementhersteller sein Geschäft stabilisieren will, warum Schuldenabbau und staatliche Unterstützung eine Rolle spielen und was deutsche Anleger beachten sollten.

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East African Portland Cement ist einer der traditionsreichsten Zementhersteller in Ostafrika und spielt eine wichtige Rolle für die Bauindustrie in Kenia. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren von hohen Verlusten, Schulden und Restrukturierungen geprägt. Für Anleger stellt sich die Frage, wie der laufende Umbau verläuft und welche Perspektiven sich daraus längerfristig ergeben können, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Infrastrukturbedarfs in Kenia.

Stand: 17.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: East African Portland Cement
  • Sektor/Branche: Baustoffe, Zement
  • Sitz/Land: Athi River, Kenia
  • Kernmärkte: Kenia und Nachbarländer in Ostafrika
  • Wichtige Umsatztreiber: Nachfrage nach Zement für Infrastruktur-, Wohnungs- und Gewerbebau
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Nairobi Securities Exchange (Ticker: EAPC)
  • Handelswährung: Kenia-Schilling (KES)

East African Portland Cement: Kerngeschäftsmodell

East African Portland Cement produziert hauptsächlich Zement und verwandte Baustoffe für die Bauindustrie in Kenia und Teilen Ostafrikas. Das Kerngeschäft umfasst die Herstellung von Klinker, die Weiterverarbeitung zu verschiedenen Zementsorten sowie den Vertrieb an Großhändler, Bauunternehmen und Infrastrukturprojekte. Der wichtigste Standort liegt in Athi River bei Nairobi, wo das Unternehmen seit Jahrzehnten Zement herstellt. Die Nähe zur Hauptstadt und zu wichtigen Verkehrsachsen erleichtert den Zugang zu Bauprojekten in der Region.

Die Nachfrage nach Zement hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, staatlichen Infrastrukturprogrammen und der Bauaktivität im Wohnungs- und Gewerbesektor ab. In einem Umfeld mit wachsender Bevölkerung und Urbanisierung in Kenia bleibt Zement ein zentraler Rohstoff. East African Portland Cement ist in diesem Markt als etablierter Anbieter präsent, muss sich aber mit Wettbewerbern messen, die teilweise modernere Anlagen und stärkere Bilanzen aufweisen. Dies erhöht den Druck, die eigene Kostenstruktur zu verbessern und die Effizienz zu steigern.

Das Geschäftsmodell von East African Portland Cement ist kapitalintensiv, da Zementproduktion hohe Investitionen in Anlagen, Steinbrüche, Energieversorgung und Logistik erfordert. Hohe Fixkosten führen dazu, dass Auslastung und Produktivität entscheidend für die Profitabilität sind. In Phasen schwächerer Nachfrage oder operativer Herausforderungen können die Ergebnisse daher deutlich unter Druck geraten. In den vergangenen Jahren war dies bei East African Portland Cement zu beobachten, was zu Verlusten und einem hohen Bedarf an Restrukturierungen führte.

Ein weiterer Baustein im Geschäftsmodell ist der Zugang zu Rohmaterialien, insbesondere Kalkstein. East African Portland Cement verfügt über eigene Steinbrüche und Landreserven, die langfristig für die Versorgung der Produktionsanlagen wichtig sind. Diese Ressourcen gelten als strategisches Asset, sind jedoch teilweise in rechtliche und regulatorische Fragen eingebunden. In der Vergangenheit wurden in Kenia wiederholt Diskussionen über Landnutzung, Pachtverträge und Umweltauflagen geführt, was die Planungssicherheit beeinflussen kann.

Finanziell ist East African Portland Cement stark von den Konditionen seiner Schulden und von der Unterstützung staatlicher Stellen sowie von Großaktionären abhängig. Der kenianische Staat hält über verschiedene Institutionen bedeutende Anteile. Diese Eigentümerstruktur kann sowohl eine Stütze als auch eine Herausforderung sein: Einerseits besteht die Möglichkeit staatlicher Unterstützung, andererseits können Entscheidungsprozesse komplex sein und von politischen Prioritäten beeinflusst werden. Für Anleger ist wichtig, diese Faktoren im Kontext der Risikoabwägung zu berücksichtigen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von East African Portland Cement

Der wichtigste Umsatztreiber von East African Portland Cement ist die lokale Zementnachfrage in Kenia. Diese wird im Wesentlichen von Infrastrukturprojekten der öffentlichen Hand, dem Wohnungsbau und gewerblichen Bauprojekten bestimmt. Wenn die Regierung Straßen, Brücken, Energieanlagen oder öffentliche Gebäude baut, steigt der Bedarf an Zement deutlich. Kenia verfolgt seit Jahren ehrgeizige Entwicklungsprogramme, die auf den Ausbau von Infrastruktur abzielen, etwa im Rahmen nationaler Entwicklungspläne. Solche Maßnahmen können sich positiv auf die Zementnachfrage auswirken, unterliegen jedoch Haushaltslage und politischem Umfeld.

Auch der private Bausektor spielt eine zentrale Rolle. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und eine wachsende Mittelschicht führen zu laufendem Bedarf an Wohnraum und kommerziellen Immobilien. In wirtschaftlich stabilen Phasen profitieren Zementhersteller wie East African Portland Cement von anziehender Bautätigkeit in städtischen Zentren wie Nairobi, Mombasa oder Kisumu. In Zeiten höherer Inflation, steigender Zinsen oder wirtschaftlicher Unsicherheiten kann die Bautätigkeit jedoch nachlassen und die Nachfrage belasten.

Produktseitig konzentriert sich East African Portland Cement auf verschiedene Zementsorten, die für unterschiedliche Anwendungen im Tief- und Hochbau geeignet sind. Diese werden unter etablierten Marken im kenianischen Markt angeboten. Preisgestaltung und Markenwahrnehmung sind wichtige Faktoren, da der Wettbewerb in der Region intensiv ist. Größere internationale und regionale Wettbewerber verfügen teils über effizientere Werke, was zu Margendruck führen kann. Eine Differenzierung über Qualität, Liefersicherheit und Kundenservice wird daher wichtiger.

Ein weiterer Treiber ist die Entwicklung der Energiekosten, insbesondere bei Strom und Brennstoff, die zu den größten Kostenblöcken der Zementproduktion zählen. Schwankungen bei Energiepreisen oder eine unzuverlässige Energieversorgung können die Kostenstruktur erheblich beeinflussen. In Kenia war die Stromversorgung in der Vergangenheit immer wieder Thema. Zementhersteller versuchen daher, Effizienzmaßnahmen umzusetzen oder auf alternative Brennstoffe zu setzen, um Kosten und Risiken zu reduzieren.

Für East African Portland Cement spielt außerdem die Modernisierung und Auslastung der eigenen Werke eine entscheidende Rolle. Investitionen in effizientere Anlagen oder Wartungsmaßnahmen können langfristig dazu beitragen, Produktionskosten pro Tonne Zement zu senken. Gleichzeitig erfordern solche Investitionen Finanzmittel, die bei einem angespannten Bilanzprofil begrenzt sind. Das Unternehmen befindet sich deshalb in einem Spannungsfeld zwischen dem Bedarf an Modernisierung und der Notwendigkeit, Schulden abzubauen und Liquidität zu sichern.

Im Exportgeschäft kann East African Portland Cement in begrenztem Umfang von Nachfrage in Nachbarländern profitieren, wenn dort Projekte realisiert werden und logistische Anbindungen gegeben sind. Allerdings stehen Exportaktivitäten meist hinter dem heimischen Markt zurück, da Transportkosten und Konkurrenzsituation die Margen begrenzen. Dennoch kann der regionale Handel ergänzende Absatzmöglichkeiten eröffnen, etwa in Phasen, in denen der kenianische Markt temporär schwächer ist.

Finanzielle Lage, Restrukturierungen und staatliche Unterstützung

Die finanzielle Situation von East African Portland Cement war in den vergangenen Jahren herausfordernd. Nach öffentlich verfügbaren Berichten meldete das Unternehmen wiederholt Verluste und sah sich mit einem hohen Schuldenstand konfrontiert. Medienberichte aus Kenia beschrieben, dass die Gesellschaft zeitweise in Zahlungsverzug gegenüber verschiedenen Gläubigern geraten sei und Sanierungsmaßnahmen ergriffen habe, um die Bilanz zu stabilisieren. Ein wichtiger Aspekt war dabei die Restrukturierung von Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber staatlichen Institutionen.

Kenianische Medien berichteten darüber, dass East African Portland Cement in der Vergangenheit auf verschiedene Formen der Unterstützung durch den Staat und staatlich verbundene Institutionen bauen konnte, etwa in Form von Schuldenumwandlungen oder Restrukturierungsabkommen. Solche Maßnahmen zielten darauf ab, das Unternehmen als wichtigen Versorger des heimischen Zementmarktes zu erhalten. In den Berichten wurde betont, dass der Staat als bedeutender Anteilseigner langfristig ein Interesse an der Fortführung der Produktion habe, insbesondere im Hinblick auf die nationale Entwicklungspolitik.

Im Zuge der Restrukturierungen wurden nach Medienangaben auch Personal- und Kostenprogramme umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem Stellenabbau, Effizienzsteigerungen im Betrieb und eine Fokussierung auf Kernaktivitäten. Ziel war es, die laufenden Betriebskosten an die tatsächliche Nachfrage anzupassen und die Profitabilität zu verbessern. Solche Maßnahmen sind in der Zementindustrie keine Ausnahme, allerdings können sie mit sozialen und politischen Spannungen verbunden sein, da Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

Darüber hinaus stand der Umgang mit Vermögenswerten im Zentrum der Sanierungsbemühungen. Berichte aus Kenia machten deutlich, dass Landreserven und Grundstücke eine Rolle bei der Entschuldung spielen könnten. Durch den möglichen Verkauf oder die Entwicklung nicht betriebsnotwendiger Flächen sollten zusätzliche Mittel generiert werden, um Verbindlichkeiten zu reduzieren und Investitionen in das Kerngeschäft zu ermöglichen. Solche Schritte sind jedoch komplex, da sie rechtliche und regulatorische Prüfungen erfordern und vom Marktumfeld für Immobilien abhängen.

Die konkrete Entwicklung einzelner Kennzahlen wie Umsatz, Ergebnis oder Schuldenstand variiert je nach Berichtsperiode. Öffentlich zugängliche Jahresberichte und Unternehmensmeldungen zeigen, dass die Ergebnisse von East African Portland Cement in mehreren Berichtsjahren vor 2025 durch Verluste geprägt waren. Gleichzeitig wurden Fortschritte bei der Stabilisierung angestrebt, etwa durch Kostensenkungen und bessere Auslastung. Für Anleger ist entscheidend, wie nachhaltig diese Maßnahmen greifen und ob das Unternehmen mittelfristig in die Gewinnzone zurückkehren kann.

Die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung stellt ein zentrales Merkmal der aktuellen Situation dar. Während die Präsenz des Staates als Ankeraktionär eine gewisse Stabilität bieten kann, sind künftige Hilfsmaßnahmen nicht garantiert. Sie dürften von der fiskalischen Lage und den politischen Prioritäten Kenias abhängen. Änderungen im politischen Umfeld, in der Regierungszusammensetzung oder in der staatlichen Investitionspolitik können sich daher mittelbar auf die Perspektiven von East African Portland Cement auswirken.

Strukturelle Herausforderungen im Zementmarkt Ostafrikas

Der Zementmarkt in Kenia und Ostafrika ist von starkem Wettbewerb geprägt. Neben East African Portland Cement sind weitere regionale und internationale Anbieter aktiv, die teilweise über modernere Produktionsanlagen und größere finanzielle Ressourcen verfügen. Die höhere Effizienz dieser Wettbewerber kann zu niedrigeren Produktionskosten und aggressiver Preisgestaltung führen. In Medienberichten wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass sich traditionelle Anbieter in Kenia einem intensiven Konkurrenzdruck stellen müssen.

Gleichzeitig hängt die Marktdynamik von Infrastrukturprojekten und privater Bautätigkeit ab. In Zeiten hohen Wachstums kann die Nachfrage robust sein, was Spielraum für Preissetzung und Auslastung bietet. Bei konjunkturellen Abschwüngen oder Verzögerungen in staatlichen Projekten kann die Nachfrage jedoch deutlich zurückgehen. In einem Umfeld mit hoher Verschuldung und strukturellen Kosten kann dies Unternehmen wie East African Portland Cement besonders stark treffen. Die Fähigkeit, in solchen Phasen flexibel zu reagieren, etwa über kurzfristige Kostensenkungen oder die Anpassung von Produktionsvolumen, wird zum Wettbewerbsfaktor.

Ein weiteres Thema ist die Versorgungssicherheit bei Energie und Rohstoffen. Zementproduktion ist energieintensiv, und Unterbrechungen in der Stromversorgung oder bei der Brennstoffbelieferung können die Produktion dämpfen und Kosten erhöhen. Kenia setzt in seinem Energiemix unter anderem auf Geothermie, Wasserkraft und andere Quellen. Schwankungen in der Verfügbarkeit und im Preis können sich auf die Zementindustrie auswirken. Unternehmen, die in Energieeffizienz investieren oder alternative Brennstoffe erschließen, können sich Vorteile verschaffen.

Regulatorische Rahmenbedingungen spielen ebenfalls eine Rolle. Umweltauflagen, Emissionsanforderungen und Bauvorschriften beeinflussen sowohl Produktion als auch Nachfrage nach bestimmten Zementarten. In Kenia nimmt die Bedeutung nachhaltiger Bauweisen zu, was langfristig zu Anpassungen in Produktmix und Produktionsprozessen führen kann. East African Portland Cement muss auf solche Entwicklungen reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und mögliche regulatorische Risiken zu begrenzen.

Schließlich ist die Logistik ein kritischer Faktor. Die Belieferung von Baustellen und Händlern erfordert zuverlässige Transportketten. In Ostafrika können Infrastrukturengpässe, Straßenqualität oder Staus die Logistikkosten erhöhen und Lieferzeiten verlängern. Unternehmen mit gut organisierten Distributionsnetzwerken und strategisch gelegenen Lagern sind im Vorteil. East African Portland Cement profitiert von der Nähe seines Werks zu Nairobi, muss aber dennoch in die Optimierung von Transport und Lagerhaltung investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Relevanz für deutsche Anleger und Zugang über internationale Broker

Für deutsche Privatanleger ist East African Portland Cement vor allem als Nischeninvestment in einem Schwellenlandmarkt interessant. Die Aktie ist an der Nairobi Securities Exchange in Kenia notiert, und der Handel erfolgt in Kenia-Schilling. Für Anleger in Deutschland ist ein direkter Zugang in der Regel über internationale Broker erforderlich, die Orders an afrikanische Börsen weiterleiten können. Alternativ kann die Beteiligung indirekt über Fonds erfolgen, die afrikanische oder frontier markets abdecken, sofern sie die Aktie im Portfolio halten. Es ist jedoch zu beachten, dass nicht jeder Broker Zugang zur Börse in Nairobi anbietet.

Die ISIN KE0000000182 identifiziert die East African Portland Cement-Aktie eindeutig im internationalen Wertpapierhandel. Allerdings ist das Handelsvolumen an der Heimatbörse im Vergleich zu großen Industrieländern meist deutlich niedriger. Geringere Liquidität kann zu breiteren Spreads und stärkeren Kursausschlägen bei größeren Orders führen. Für deutsche Anleger ist es daher wichtig, das Liquiditätsprofil zu berücksichtigen, wenn sie sich mit dem Wertpapier beschäftigen. Handelszeiten der Nairobi Securities Exchange orientieren sich an der lokalen Zeit in Kenia, was bei Orderaufgabe ebenfalls bedacht werden sollte.

Ein weiterer Aspekt für Anleger aus Deutschland sind Währungsrisiken. Kursbewegungen der East African Portland Cement-Aktie werden in Kenia-Schilling notiert. Für Anleger, deren Referenzwährung der Euro ist, beeinflusst der Wechselkurs zwischen Kenia-Schilling und Euro die effektive Rendite. Schwankungen im Wechselkurs können Kursgewinne verstärken oder abschwächen und umgekehrt. Die Entwicklung des kenianischen Schillings hängt wiederum von der makroökonomischen Lage, der Inflation und der Geldpolitik in Kenia ab.

Darüber hinaus unterliegt ein Engagement in East African Portland Cement länderspezifischen Risiken. Politische Stabilität, Rechtsrahmen, Corporate Governance und Transparenzstandards können sich deutlich von europäischen Märkten unterscheiden. Anleger sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Informationszugang möglicherweise begrenzter ist und Unternehmensmeldungen häufig über lokale Medien oder die Börse in Nairobi verbreitet werden. In vielen Fällen werden Informationen in englischer Sprache veröffentlicht, was für Anleger in Deutschland hilfreich sein kann.

Die Verbindung zur deutschen Wirtschaft besteht vor allem indirekt über globale Infrastruktur- und Rohstoffketten. Der afrikanische Kontinent gilt für viele Unternehmen als Wachstumsregion, und ein stabiles Bau- und Infrastruktursegment in Kenia kann langfristig neue Geschäftsmöglichkeiten für internationale Anbieter eröffnen. Für deutsche Anleger, die ihr Portfolio geografisch diversifizieren möchten, kann ein Engagement in einem Zementhersteller wie East African Portland Cement ein Baustein innerhalb eines breit gestreuten Emerging-Markets-Ansatzes sein, sofern die individuellen Risikoparameter dies zulassen.

Offizielle Quelle

Für Informationen aus erster Hand zu East African Portland Cement lohnt sich der Besuch der offiziellen Unternehmenswebsite.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Bau- und Zementbranche in Afrika wird von langfristigen Trends wie Urbanisierung, Bevölkerungswachstum und Infrastrukturbedarf geprägt. Internationale Studien und Marktforscher betonen seit Jahren, dass Sub-Sahara-Afrika einen hohen Investitionsbedarf in Straßen, Energie, Wasser und Wohnraum hat. Dieser Bedarf schafft grundsätzlich ein Umfeld, in dem Zementhersteller langfristig Nachfrage erwarten können. Gleichzeitig sind die Märkte stark fragmentiert, und der Wettbewerb zwischen regionalen Anbietern, multinationalen Konzernen und neuen Marktteilnehmern bleibt intensiv.

East African Portland Cement befindet sich in Kenia in einer Landschaft, in der mehrere Zementhersteller um Marktanteile konkurrieren. Wettbewerber mit modernem Maschinenpark und solidem Zugang zu Kapital können Kostenvorteile erzielen. In Analysen zur Branche wird hervorgehoben, dass Unternehmen mit effizienter Produktion und starkem Logistiknetzwerk tendenziell höhere Margen erreichen. Für East African Portland Cement bedeutet dies, dass Investitionen in Effizienz und Modernisierung entscheidend sind, um im Wettbewerb bestehen zu können, gerade nach einer Phase finanzieller Belastungen.

Branchentrends betreffen auch die Entwicklung hin zu nachhaltigerem Bauen. In vielen Märkten werden Emissionsanforderungen an Zementwerke schrittweise verschärft, und Bauherren achten verstärkt auf die CO2-Bilanz von Baumaterialien. Während Kenia noch nicht in gleichem Maß reguliert ist wie einige Industrieländer, ist davon auszugehen, dass Nachhaltigkeitsfragen an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die frühzeitig auf energieeffiziente Technologien, alternative Brennstoffe und Umweltstandards setzen, können sich reputativ und regulatorisch positionieren.

Ein wiederkehrendes Thema in afrikanischen Zementmärkten ist die Balance zwischen Überkapazitäten und Nachfrage. In Phasen, in denen zu viele Kapazitäten aufgebaut wurden, kommt es zu intensivem Preiswettbewerb und Margenverfall. Medienberichte aus verschiedenen Ländern machen deutlich, dass nicht alle Zementwerke dauerhaft ausgelastet sind. In solchen Situationen sind Unternehmen mit schwächerer Bilanz und höheren Produktionskosten besonders verwundbar. Für East African Portland Cement ist es deshalb wichtig, die eigene Kapazität an die Marktnachfrage anzupassen und zugleich auf Effizienzsteigerung zu setzen.

Warum East African Portland Cement für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist East African Portland Cement vor allem dann interessant, wenn sie gezielt in die Entwicklung von Schwellenländern investieren und den Baubereich mit Zement als Basismaterial abdecken möchten. Die Aktie repräsentiert ein Engagement im kenianischen Infrastruktur- und Wohnungsbau, also in Segmenten, die von Urbanisierung und Bevölkerungstrends getrieben werden. Wer langfristige Entwicklungschancen in Afrika im Blick hat, könnte East African Portland Cement im Rahmen einer diversifizierten Strategie als eine von mehreren Positionen betrachten.

Gleichzeitig ist die Risikostruktur deutlich höher als bei etablierten Baustoffkonzernen in Europa oder Nordamerika. Die Kombination aus Unternehmensrisiken, politischem Umfeld, Währungs- und Liquiditätsrisiken macht die Aktie zu einem eher spekulativen Investment. Deutsche Anleger müssen sich bewusst sein, dass Kursverläufe von Einzeltiteln an kleineren Börsen stark schwanken können und der Informationsfluss weniger dicht ist als an großen Finanzplätzen. Dies erfordert eine höhere Bereitschaft, sich mit lokalen Entwicklungen und Marktbedingungen auseinanderzusetzen.

Die Relevanz für deutsche Anleger ergibt sich zudem aus dem Diversifikationsgedanken. In vielen Portfolios dominieren europäische, nordamerikanische oder asiatische Standardwerte. Ein gezieltes Engagement in Ostafrika kann Korrelationen zu anderen Märkten reduzieren, birgt aber gleichzeitig spezifische Risiken. Anleger, die solche Titel überhaupt in Betracht ziehen, tun dies meist mit einem klar begrenzten Portfolioanteil und in Ergänzung zu breit gestreuten Anlagen, um das Gesamtrisiko im Rahmen zu halten.

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Fazit

East African Portland Cement steht exemplarisch für die Chancen und Risiken eines Zementherstellers in einem afrikanischen Wachstumsmarkt. Das Unternehmen ist eng mit der Entwicklung des kenianischen Bau- und Infrastruktursektors verbunden und verfügt über langjährige Erfahrung sowie eine bedeutende Marktstellung. Gleichzeitig belasten Schulden, Restrukturierungsbedarf und intensiver Wettbewerb die Bilanz und die Ergebnisentwicklung. Staatliche Unterstützung und mögliche Entschuldungsmaßnahmen spielen eine wichtige Rolle, sind jedoch von politischen und fiskalischen Rahmenbedingungen abhängig. Für deutsche Anleger ist die Aktie ein Nischenengagement mit erhöhten Risiken, das im Kontext einer breiten Diversifikation und nach sorgfältiger Informationsprüfung betrachtet werden kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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