EDP: 300-Millionen-Deal mit Appalachian Power
26.05.2026 - 09:38:19 | boerse-global.deEDP-Energias de Portugal treibt seine Kapitalrotation voran – und zwar mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die Portugiesen verkaufen ein US-Solarprojekt an einen Partner aus dem American Electric Power-Konzern. Der Deal unterstreicht die Strategie, Projekte früh zu Geld zu machen, statt langfristig Kapital zu binden.
Deal-Details: 100 Megawatt fĂĽr 300 Millionen
Der Vertrag wurde mit Appalachian Power geschlossen, einer Tochter von American Electric Power. Verkauft wird ein Photovoltaik-Projekt mit 100 Megawatt Wechselstrom (136 MWdc) zu einem Preis von rund 300 Millionen Dollar – umgerechnet etwa 258 Millionen Euro.
Die vollständige Inbetriebnahme und der formale Abschluss sind für 2028 geplant. Das Projekt liegt in den USA, einem der Kernmärkte für EDPs Expansionspläne im Bereich Erneuerbare. Noch steht der Deal unter Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und üblicher Abschlussbedingungen.
Asset Rotation als Geschäftsmodell
Der Verkauf ist Teil des im Strategieplan 2026–2028 verankerten Programms zur „Asset Rotation“. EDP veräußert Minderheitsanteile oder komplette Projekte, um die Bilanz zu entlasten und gleichzeitig Wert zu schaffen. Seit 2019 hat der Konzern allein in den USA vier vergleichbare Transaktionen durchgeführt – zwei davon in den letzten sechs Monaten.
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Das Management argumentiert, dass solche Deals die Sichtbarkeit der Brutto-Kapazitätserweiterungen erhöhen und die Renditeziele des Geschäftsplans absichern. Die Strategie erlaubt es EDP, über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über den Bau bis zum Betrieb – Geld zu verdienen, ohne dauerhaft Kapital in Einzelanlagen zu parken.
Marktumfeld stĂĽtzt die Bewertung
Die Ankündigung folgt auf die Q1-Zahlen vom Mai, in denen der Konzern trotz schwacher Strompreise auf der Iberischen Halbinsel die Jahresprognose leicht anhob. Während die konventionelle Erzeugung leidet, zeigen sich die regulierten Netzgeschäfte und die US-Renewables-Sparte als Wachstumstreiber.
Die Aktie notiert bei 4,46 Euro, rund sechseinhalb Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,77 Euro. Der RSI von 19,6 signalisiert eine überverkaufte Lage. Analysten werten den Deal als Beleg für die hohe Nachfrage nach US-Infrastrukturprojekten – getrieben durch Rechenzentren und die Elektrifizierung der Wirtschaft. Langfristige Abnahmeverträge (PPAs) mit steigenden Preistendenzen stützen die Bewertung zusätzlich.
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Ausblick: Mittelzuflüsse für die nächste Runde
Mit der Realisierung des Projekts bis 2028 sichert sich EDP frühzeitig Mittel, die in die Entwicklung der nächsten Wind- und Solarpark-Generation fließen können. Die Transaktion zeigt den Wandel des Konzerns vom klassischen Versorger zum dynamischen Entwickler grüner Infrastruktur – eine Rolle, die im aktuellen Marktumfeld offenbar gefragt ist.
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