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Europa Schluss: Anleger begrĂŒĂŸen US-Zinssenkung und Dow-Rekord

11.12.2025 - 18:14:15 | dpa.de

Ein Kursrekord an der Wall Street hat am Donnerstag fĂŒr Gewinne auch an Europas Börsen gesorgt.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 schwang sich einen Tag nach der Leitzinssenkung durch die Notenbank Fed zu einer weiteren Höchstmarke auf. In diesem Fahrwasser stieg der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 um 0,8 Prozent und schloss mit 5.753,96 Punkten auf dem höchsten Stand seit Mitte November.

Die Signale der US-Geldpolitik sind durchaus gĂŒnstig fĂŒr die MĂ€rkte. "Die US-Notenbank hat wie erwartet den Leitzins gesenkt und nicht weniger bedeutsam zusĂ€tzliche LiquiditĂ€t in den Geldmarkt gegeben", betonte Eckhard Schulte, Vorsitzender der Anlagegesellschaft MainSky Asset Management. "Damit hat der Aktienmarkt von der Federal Reserve kurz vor Weihnachten die Geschenke bekommen, die er sich gewĂŒnscht hatte: niedrigere Zinsen und mehr LiquiditĂ€t."

Außerhalb des Euroraums waren Anleger zurĂŒckhaltender. Der britische FTSE 100 GB0001383545 legte mit 0,49 Prozent auf 9.703,16 Punkte weniger stark zu. Der Schweizer SMI CH0009980894 schloss mit 0,13 Prozent im Minus bei 12.905,17 Punkten.

Nicht gewĂŒnscht haben dĂŒrfte sich der Markt dagegen die Zahlen von Oracle US68389X1054. "Wie befĂŒrchtet konnten die Oracle-Zahlen zum Jahresende nicht glĂ€nzen", hieß es in einer EinschĂ€tzung des Brokers Index Radar. "Der Markt reagiert besonders auf die Cloud-Sparte: Das Wachstum enttĂ€uschte, gleichzeitig steigt der Kapitalbedarf deutlich." Oracle-Aktien brachen ein und bremsten auch den europĂ€ischen Technologiesektor EU0009658921. Die Kursverluste von Schwergewichten wie SAP DE0007164600 und ASML NL0010273215 ĂŒberraschten daher nicht.

Aber auch Chemiewerte blieben zurĂŒck. Experten malen fĂŒr den Chemiesektor nach einer schwachen Kursentwicklung in diesem Jahr auch fĂŒr 2026 ein trĂŒbes Bild. Die Analysten der Citigroup sprachen von strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen.

Besser sah es bei den Anbietern alkoholischer GetrĂ€nke aus. Die Barclays Bank hatte die Kursziele von Pernod Ricard FR0000120693, AB Inbev BE0003793107 und Diageo GB0002374006 angehoben. Bei allen drei Werten riet die Investmentbank zum Übergewichten im Portfolio. Die Kursgewinne der drei Aktien lagen zwischen 2 und 3 Prozent.

Gut kamen auch die Aussagen von Schneider Electric FR0000121972 an. Der französische Konzern hat ein AktienrĂŒckkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 3,5 Milliarden Euro bis 2030 aufgelegt. In den kommenden fĂŒnf Jahren erwartet das Management zudem eine Steigerung der ProfitabilitĂ€t. Die Aktie stieg um 2,4 Prozent.

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