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Electro Optic Systems: 726 Millionen Auftragsbestand nach MARSS

24.05.2026 - 06:34:17 | boerse-global.de

Electro Optic Systems schließt MARSS-Kauf ab und baut mit NiDAR-Plattform das Geschäft für Drohnenabwehr aus. Der Auftragsbestand steigt auf 726 Mio. AUD.

Electro Optic Systems: 726 Millionen Auftragsbestand nach MARSS - Foto: über boerse-global.de
Electro Optic Systems: 726 Millionen Auftragsbestand nach MARSS - Foto: über boerse-global.de

Electro Optic Systems hat die Übernahme der MARSS Group abgeschlossen. Damit baut der australische Konzern sein Geschäft im Bereich Drohnenabwehr spürbar aus und rückt näher an ein Komplettangebot für den Schutz kritischer Infrastruktur.

Im Zentrum steht die Plattform NiDAR. Sie bündelt Erkennung, Verfolgung und Gegenmaßnahmen in einem System. Genau das fehlt vielen Anbietern bislang: Sie liefern einzelne Komponenten, aber keine durchgängige Lösung. Electro Optic Systems kann nun beides anbieten.

Mehr Aufträge, mehr Reichweite

Durch den Deal steigt der kombinierte Auftragsbestand auf rund 726 Millionen Australische Dollar. Vor der Transaktion lag er bei 509 Millionen. MARSS bringt damit etwa 217 Millionen ein.

Ein Teil davon stammt aus frischen Bestellungen in Höhe von rund 165 Millionen Australische Dollar. Dabei geht es um einen landesweiten Vertrag zur Drohnenabwehr im Nahen Osten. MARSS ist dort bereits mit dem Schutz wichtiger Vermögenswerte präsent.

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Für den Markt ist das mehr als nur eine größere Zahl. Der Zukauf erweitert die technologische Breite und stärkt die Position in einem Bereich, der durch Sicherheitsbedenken und militärische Nachfrage an Gewicht gewinnt. Das Management rechnet damit, dass 60 bis 80 Prozent des illustrativen Auftragsbestands in den Jahren 2026 und 2027 als Umsatz ankommen.

Finanzierung steht bereit

Finanziert wurde die Übernahme unter anderem mit einer Vorauszahlung von 36 Millionen US-Dollar. Das Geld kam aus einer Kreditlinie über 70 Millionen Australische Dollar von Washington H. Soul Pattinson.

Hinzu kam eine Kapitalerhöhung über 190 Millionen Australische Dollar. Davon entfielen 150 Millionen auf eine institutionelle Platzierung und 40 Millionen auf eine strategische Zeichnung, auch mit Beteiligung des in Abu Dhabi ansässigen Investors Calidus. Electro Optic Systems will damit die Bilanz stärken und das Wachstum im Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft absichern.

Die Aktie schloss am Freitag bei 6,25 US-Dollar und legte an dem Tag um 6,02 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 7,76 Prozent. Der Kurs liegt damit aber noch 10,33 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,97 US-Dollar.

Der technische Blick bleibt gemischt. Die Aktie notiert klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,62 US-Dollar, der RSI liegt mit 22,8 aber tief im überverkauften Bereich. Das spricht für eine nervöse Marktphase. Die hohe annualisierte Volatilität von 86,05 Prozent unterstreicht das.

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Nun zählt die Integration

Für Electro Optic Systems beginnt jetzt die eigentliche Bewährungsprobe. Die Akquisition soll das Unternehmen in eine neue Wachstumsphase führen, mit Schwerpunkt auf Drohnenabwehr, Weltraumkontrolle und Europa. Entscheidend wird sein, wie schnell sich NiDAR in die bestehende Struktur einfügt und wie viel von den neuen Aufträgen tatsächlich in Umsatz und Marge durchschlägt.

Am Markt dürfte besonders der Blick auf 2027 scharf bleiben. Dann soll der erwartete Margenschub sichtbar werden. Bis dahin muss der Konzern liefern, was der Deal verspricht.

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