Embraer Aktie: 65 Flugzeuge in Q2
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 11:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Embraer hat den Turbo gezündet. Im zweiten Quartal 2026 lieferte der brasilianische Flugzeugbauer so viele Maschinen aus wie seit 16 Jahren nicht mehr. Vor allem das Geschäft mit Privatjets treibt das Wachstum massiv voran.
Privatjets als Wachstumsmotor
Insgesamt 65 Flugzeuge verließen im abgelaufenen Jahresviertel die Werkshallen. Das entspricht einem Plus von 48 Prozent gegenüber dem Jahresauftakt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legten die Auslieferungen um sieben Prozent zu.
Die Sparte der Geschäftsreiseflugzeuge dominierte mit 45 Einheiten. Davon entfielen allein 20 Maschinen auf den Bestseller Phenom 300. Im kommerziellen Bereich lieferte Embraer 20 Flugzeuge aus, während das Verteidigungssegment in diesem Zeitraum keine Übergaben verzeichnete.
Auftragsbücher bleiben gefüllt
Nach sechs Monaten stehen 109 Flugzeuge in der Statistik. Ein Plus von 20 Prozent im Jahresvergleich. Trotz des starken Laufs hält das Management an seinen bisherigen Jahreszielen fest und plant bis zu 170 Executive-Jets ein.
Der Auftragsbestand summierte sich zuletzt auf rund 14,5 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu stützen Modernisierungswellen in der Industrie die Preise am Markt. Betreiber weltweit optimieren derzeit ihre Flotten und setzen verstärkt auf effizientere Flugzeugtypen. Analysten bewerten die aktuelle Produktionsgeschwindigkeit als ausreichend, um die gesteckten Jahresziele sicher zu erreichen.
An der Börse notiert das Papier am Mittwoch bei 57,20 Euro. Damit verzeichnet die Aktie ein leichtes Minus von 1,38 Prozent zum Vortag.
Auf Sicht eines Monats steht jedoch ein deutlicher Zuwachs von rund 16 Prozent. Das Papier notiert damit etwa zehn Prozent über seinem Durchschnitt der vergangenen 50 Tage.
Embraer profitiert von der anhaltend stabilen Nachfrage im Sektor für Business-Jets. Das Erreichen der oberen Prognosespanne rückt mit den jüngsten Zahlen in greifbare Nähe. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern die Übergabe von bis zu 85 Verkehrsflugzeugen an.
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