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Energy Vault Aktie: 100 Megawatt für KI-Speicher

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 11:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Energy Vault fokussiert sich auf KI-Energiespeicher mit hohen Margen. Trotz Kursverlusten bestätigt der Konzern seine Umsatzprognose für 2026.

Energy Vault: KI-Rechenzentren als Margen-Turbo für die Aktie
Abstrakte Darstellung von Energiespeichern und Rechenzentren, die Energieflüsse für KI symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Energy Vault setzt auf einen radikalen Kurswechsel. Während der Aktienkurs heute um über acht Prozent nachgibt, baut das Unternehmen seine Präsenz im Markt für KI-Rechenzentren massiv aus. Die Strategie zielt auf deutlich höhere Margen ab.

Massive Margen durch KI-Speicher

Energy Vault spezialisiert sich zunehmend auf Energiespeicher für KI-Infrastruktur. Dieser Sektor verspricht eine enorme Rentabilität. Das Unternehmen schätzt das EBITDA pro Megawatt bei Rechenzentren auf zwei Millionen US-Dollar.

Im Vergleich dazu bringen Standard-Batteriespeicher oft nur rund 0,1 Millionen US-Dollar ein. Der Konzern sicherte sich zuletzt Kapazitäten für spezialisierte Lösungen im Umfang von 100 Megawatt.

Diese Projekte sollen innerhalb der nächsten 18 Monate ein wiederkehrendes EBITDA von 65 Millionen US-Dollar generieren. Damit nutzt das Unternehmen den Aufpreis für spezialisierte KI-Energielösungen konsequent aus.

Volle Auftragsbücher

Der Auftragsbestand liegt aktuell bei drei Gigawattstunden mit einem Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Das Volumen bleibt damit trotz des strategischen Fokuswechsels stabil.

Indes wuchs die Projektpipeline im letzten Quartal um 45 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach großflächigen Speichersystemen bleibt ungebrochen.

Das Management bestätigt die Umsatzprognose für 2026 zwischen 225 und 300 Millionen US-Dollar. Der Ausblick stützt sich auf die hohe Dynamik im Neugeschäft.

Parallel dazu strebt Energy Vault bis zum Jahr 2030 eine EBITDA-Run-Rate von 1,8 Milliarden US-Dollar an. Dazu hat das Unternehmen Cory Magnuson zum Präsidenten der Sparte Asset Vault ernannt.

Kurskorrektur trotz Rekordjahr

Trotz der langfristigen Kursgewinne von über 470 Prozent im vergangenen Jahr korrigiert die Aktie aktuell. Mit 3,84 Euro notiert sie deutlich unter ihrem Juni-Hoch von 5,71 Euro.

Die Volatilität bleibt mit über 100 Prozent extrem hoch. Anleger reagieren nervös auf die kurzfristigen Schwankungen im Technologiesektor.

Die Neuausrichtung auf das "Own & Operate"-Modell soll für stabilere Einnahmen sorgen. Die Inbetriebnahme der ersten Rechenzentrums-Projekte im zweiten Halbjahr markiert den nächsten Härtetest für die neue Margen-Strategie.

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