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Energy Vault Aktie: 7,5 Prozent Minus am Mittwoch

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 19:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Energy Vault verliert trotz strategischer Expansion in Japan und Fokus auf KI-Infrastruktur deutlich an Wert. Die Aktie notiert weit unter dem Jahreshoch.

Energy Vault Aktie: Schwerer Kursrutsch trotz KI- und Japan-Expansion
Abstrakte, atmosphärische Szene, die den Energiespeichersektor darstellt, mit Fokus auf Rückgang und Marktunsicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Energy Vault setzt alles auf die Karte KI-Infrastruktur. Trotz technologischer Fortschritte in China und Zukäufen in Japan gerät die Aktie massiv unter die Räder. Der heutige Handelstag setzt den Abwärtstrend der letzten Wochen nahtlos fort.

Am Mittwoch verliert das Papier deutlich. Der Kurs rutschte zeitweise um 7,5 Prozent ab. Damit notiert Energy Vault nun bei 2,72 Euro. Seit dem Jahresanfang hat die Aktie rund 35 Prozent eingebüßt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch liegt bei über 50 Prozent.

Milliardenmarkt Japan und KI-Fokus

Das Unternehmen treibt seine globale Präsenz derweil voran. Im Mai kaufte Energy Vault ein Batterie-Entwicklungsportfolio in Japan. Dieses umfasst eine Kapazität von 850 Megawatt. Es dient als strategische Plattform für weiteres Wachstum in der Region.

Ein neuer Schwerpunkt liegt auf der Energieversorgung von KI-Datenzentren. Diese benötigen immense und vor allem stabile Energiemengen. Das Management sieht hier ein Hochwachstumsfeld. Die Aufnahme in den Russell 2000 Index im Juni sollte die Sichtbarkeit bei Profi-Anlegern erhöhen.

Gewichte statt Lithium

Technologisch hebt sich der Konzern durch Schwerkraft-Speicher ab. In Rudong, China, ging bereits ein solches System ans Netz. Es nutzt 370.000 Tonnen schwere Gewichte zur Speicherung. Die Anlage soll über 35 Jahre lang stabil laufen.

Die Effizienz dieser Technologie liegt bei über 80 Prozent. Damit bietet das System eine langlebige Alternative zu herkömmlichen chemischen Batterien. Das Projekt unterstützt Chinas Ziel der Klimaneutralität in Industriegebieten.

Bergwerke als Stromspeicher

In Italien folgt das nächste Großprojekt. Energy Vault plant ein hybrides System in einem ehemaligen Kohlebergwerk auf Sardinien. Dort sollen 500 Meter tiefe Schächte für die Infrastruktur genutzt werden. Das Ziel ist eine Anlage mit 100 Megawatt Leistung.

Der Konzern strebt für dieses Vorhaben den Status eines nationalen Strategieprojekts an. Die Installation erster Komponenten begann bereits im vergangenen September. Bis 2025 sollen die Tests der unterirdischen Bauteile abgeschlossen sein.

Die Marktstimmung bleibt vorerst angespannt. Die Volatilität der Aktie liegt bei extremen 88 Prozent. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit 33,1 Punkten jedoch eine überverkaufte Lage. Anleger warten nun auf den Nachweis, dass die Projekte planmäßig Cashflow generieren.

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