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Energy Vault Aktie: 8-Prozent-Rutsch nach Insider-Verkauf

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 17:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Energy Vault verzeichnet Kursrutsch nach Aktienverkauf des Finanzchefs, während die Übernahme eines japanischen Batteriespeicher-Portfolios abgeschlossen wird.

Energy Vault Aktie: Insiderverkauf und Japan-Expansion belasten Kurs
Eine abstrakte Darstellung des Sektors für erneuerbare Energien mit einer Stimmung der Unsicherheit und des Rückgangs. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Energy Vault steht an einem Wendepunkt. Während das Unternehmen in Japan massiv expandiert, trennt sich der Finanzchef von einem Teil seiner Aktien. Die Quittung an der Börse folgt prompt: Ein deutlicher Kursrutsch am Freitag setzt die jüngste Talfahrt der Aktie fort.

Finanzvorstand Michael Thomas Beer verkaufte in der ersten Juliwoche 65.000 Aktien. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf rund 265.200 US-Dollar. Parallel dazu übte er Optionen für 50.000 Anteile zu einem deutlich niedrigeren Preis aus.

Trotz dieser Verkäufe bleibt Beer mit über einer Million Aktien weiterhin investiert. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines vorher festgelegten Handelsplans, um rechtliche Risiken zu vermeiden. Dennoch reagierten Marktbeobachter empfindlich auf die Nachricht vom Chef-Verkauf.

Japan-Zukauf stärkt Portfolio

Operativ treibt der Konzern seine Marktposition derweil voran. Energy Vault schloss vor Kurzem die Übernahme eines Batteriespeicher-Portfolios in Japan ab. Die Anlagen stammen von der BayWa r.e. AG und umfassen eine Gesamtkapazität von 850 Megawatt.

Das Management kalkuliert ab 2028 mit einem jährlichen EBITDA-Beitrag von über 180 Millionen US-Dollar aus diesen Anlagen. Das globale Portfolio des Konzerns wächst damit auf rund 1,1 Gigawatt an. Erste Erträge aus den fortgeschrittenen Projekten werden für Mitte 2028 erwartet.

Verfehlte Erwartungen belasten

An der Börse dominiert aktuell die Skepsis. Der Kurs sackte am Freitag um fast acht Prozent auf 3,01 Euro ab. Damit verliert der Wert allein in der letzten Woche über 15 Prozent an Boden.

Die jüngsten Geschäftszahlen dämpften die Stimmung zusätzlich. Mit einem Verlust von 0,20 US-Dollar je Aktie verfehlte das Unternehmen die Prognosen der Analysten. Der Quartalsumsatz erreichte lediglich 21,88 Millionen US-Dollar.

Die Volatilität der Aktie bleibt mit fast 100 Prozent extrem hoch. Jedoch nähert sich der Relative-Stärke-Index (RSI) mit 36,3 Punkten bereits dem überverkauften Bereich. Mit der Ernennung von Cory Magnuson zum Präsidenten der Sparte Asset Vault will der Konzern nun die operative Umsetzung der Großprojekte absichern.

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