Engie Aktie: 230 Millionen für Peru-Stromnetze
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 06:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Engie investiert kräftig in Lateinamerika. Der französische Versorger hat vier große Stromübertragungsprojekte in Peru an Land gezogen. Das Auftragsvolumen liegt bei über 230 Millionen Dollar.
Konkret geht es um den Bau von mehr als 400 Kilometern neuer Trassen, sechs neuen Umspannwerken und der Erweiterung von zehn bestehenden Anlagen. Die Projekte erstrecken sich über die Regionen Piura, Lambayeque, Junín und Ayacucho im Norden und Zentrum des Landes. Engie will damit das nationale Stromnetz stabilisieren und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Der kommerzielle Betrieb soll 2031 starten. Rund 1,6 Millionen Menschen sollen von der verbesserten Infrastruktur profitieren.
Nach diesen Aufträgen betreibt Engie in Peru rund 650 Kilometer Übertragungsleitungen – entweder bereits in Betrieb oder in der Entwicklung.
Verkauf in den USA und Frankreich
Parallel dazu treibt der Konzern sein milliardenschweres Restrukturierungsprogramm voran. Es umfasst vier Milliarden Euro. Engie prüft den Verkauf von Beteiligungen in den USA und Frankreich – mit einem angestrebten Erlös von bis zu einer Milliarde Dollar.
Zu den möglichen Abgängen gehören Anteile an Energiepartnerschaften, die US-Universitäten mit Strom und Wärme versorgen. Auch eine Minderheitsbeteiligung am französischen Gasspeicherbetreiber Storengy steht zur Disposition. Das eingenommene Geld soll Schulden abbauen helfen und die Übernahme eines großen Stromverteilnetzes in Großbritannien finanzieren.
Engie setzt konsequent auf regulierte Strominfrastruktur. Die Strategie: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu Netzen mit planbaren Renditen.
Die Aktie notierte am Freitag bei 27,67 Euro – ein Tagesplus von 3,44 Prozent. Seit Jahresbeginn gewann das Papier rund 20 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 24,74 Euro, der Aktienkurs übertrifft diese Marke um knapp zwölf Prozent. Mit einem Abstand von 7,5 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 29,91 Euro bleibt Raum für weitere Kursgewinne – vorausgesetzt, Engie liefert bei den anstehenden Projektmeilensteinen.
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