Entsorgungswirtschaft warnt: mehr BrÀnde durch Batterien
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 13:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEiner nicht reprÀsentativen Umfrage zufolge, die 181 Anlagen in den Jahren 2021 bis 2025 abdeckt, hat sich die Anzahl der BrÀnde fast verdreifacht. Als eine der Hauptursachen machten die Teilnehmer Lithium-Ionen-Batterien aus, die in vielen AlltagsgerÀten enthalten sind. Die Folge seien hohe Kosten, teils auch Probleme, Anlagen noch zu versichern.
Problem Kurzschluss
Es gibt mehr als 13.000 Entsorgungs- und Behandlungsanlagen fĂŒr Abfall in Deutschland, rund 4.000 davon fallen in den Bereich Sortierung und Aufbereitung.
Der Untersuchung zufolge gelangen immer mehr Lithium-Ionen-Batterien in Verkehr, die Sammelquote steigt aber nicht. Ein Teil lande im Abfall, fest verbaute Akkus seien oft gar nicht erkennbar. Beim Pressen oder Zerkleinern könne es zu KurzschlĂŒssen kommen, oft auch schon im Sammelfahrzeug.
Immer mehr Elektronik in AlltagsgegenstÀnden
Dass mehr Batterien in Umlauf kommen liegt den Autoren zufolge auch daran, dass elektronische GerĂ€te kleiner werden und immer mehr AlltagsgegenstĂ€nde integrierte Elektronik haben. "Viele dieser Produkte werden von Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht als ElektroaltgerĂ€te erkannt und daher falsch entsorgt", heiĂt es in dem Papier.
Man gehe davon aus, dass in Berlin eine singende GruĂkarte einen Brand ausgelöst habe, sagte Michael Schneider vom Entsorgungsunternehmen Remondis. "Die hat halt keine drei Minuten Verwendungsdauer, also ein vollkommen sinnloses Produkt", habe aber eine komplette Papiersortieranlage zerstört.
Was die VerbÀnde fordern
Um dem Problem zu begegnen, plĂ€dieren die beteiligten VerbĂ€nde fĂŒr bessere RĂŒckgabesysteme, die AufklĂ€rung von Verbrauchern, eine flĂ€chendeckende verbraucherfreundliche Sammlung von Altbatterien sowie Anforderungen zur leichteren Entnehmbarkeit von Batterien. Zudem sollten Hersteller ĂŒber einen Fonds finanziell an der Entsorgung beteiligt werden. Denn selbst bei optimalen Sammelsystemen werde auch kĂŒnftig ein Teil der Batterien falsch entsorgt.
Die Untersuchung wurde im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifischer Abfallbehandlung, des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft, des Bundesverbands SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung sowie des Verbands kommunaler Unternehmen erstellt. Erarbeitet wurde sie vom Institut fĂŒr Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management, der Umwelttechnik und Ingenieure GmbH sowie von Prognos.
