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AKTIE IM FOKUS: Nike sacken ab - RBC: Übergangsphase dauert länger als erwartet

Veröffentlicht: 01.04.2026 um 16:39 Uhr, dpa.de

Enttäuschende Prognosen von Nike US6541061031 haben die Aktien am Mittwoch auf das Niveau von 2015 absacken lassen.

Die Papiere des Sportartikelherstellers knickten im frühen Handel um mehr als 14 Prozent auf 45,34 US-Dollar ein. Damit waren sie mit Abstand das Schlusslicht im weiter erholten Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048.

Nike sieht Risiken für sein Geschäft durch den Iran-Krieg. Finanzchef Matthew Friend verwies auf mögliche "ungeplante Schwankungen" durch steigende Ölpreise und andere Faktoren, die Folgen für Kosten oder das Verhalten der Verbraucher haben könnten. Überraschend für viele Analysten stellte Nike Umsatzrückgänge sowohl im laufenden Quartal als auch im gesamten Geschäftsjahr in Aussicht.

Analysten äußerten sich entsprechend skeptisch. Der Experte Matthew Boss von der Bank JPMorgan wies darauf hin, dass Nike im vierten Geschäftsquartal in China mit einem Umsatzrückgang von etwa einem Fünftel rechne. Die Konsensschätzung belaufe sich lediglich auf ein Minus von 9,7 Prozent.

Der Iran-Krieg dürfte sich auf die Region Europa, Naher Osten und Afrika auswirken, und die Zölle belasteten die Bruttomarge, sagte Poonam Goyal, leitende Analystin bei Bloomberg Intelligence. Sie prognostizierte, dass der Druck "kurzfristig anhalten wird".

RBC-Experte Piral Dadhania kommentierte: "Es scheint, dass die Übergangsphase länger dauert als ursprünglich erwartet, und die Umsatzerholung verläuft nicht so steil wie ursprünglich erhofft."

Laut Jay Sole von der Bank UBS wird sich der Markt fragen, ob nun alle negativen Nachrichten eingepreist seien. Er selbst sieht in dem Kursrückgang keine Kaufgelegenheit.

Nike sieht sich aktuell weltweit mit Gegenwind konfrontiert. Der Konzern verzeichnet hohe Lagerbestände in Europa und im Nahen Osten sowie kriegsbedingte Behinderungen, die laut Nike zu erhöhter Volatilität im Geschäft führen könnten. Diese Herausforderungen sowie die schwache Entwicklung in China und anderen Regionen überschatteten robuste Ergebnisse in Nordamerika.

Angesichts des Kurssturzes zur Wochenmitte beläuft sich das Minus der Nike-Aktien seit Jahresbeginn jetzt auf fast 29 Prozent. Der Dow hat in diesem Zeitraum bislang gut 3 Prozent eingebüßt.

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