EQS-News: Automobilbranche fordert politischen Kurswechsel (deutsch)
Veröffentlicht: 03.06.2026 um 10:00 Uhr, dpa.deAutomobilbranche fordert politischen Kurswechsel
auto-schweiz / Schlagwort(e): Monatszahlen Automobilbranche fordert politischen Kurswechsel 03.06.2026 / 10:00 CET/CEST --------------------------------------------------------------------------- Generalversammlung 2026 Bern, 03. Juni 2026 Die Mitglieder von auto-schweiz haben PrĂ€sident Peter GrĂŒnenfelder an der gestrigen Generalversammlung in Safenwil einstimmig fĂŒr weitere drei Jahre im Amt bestĂ€tigt. Angesichts des anhaltenden Drucks auf die Schweizer Automobilwirtschaft fordert der Verband einen politischen Kurswechsel: die Ăbernahme der europĂ€ischen Flexibilisierung bei den CO-Vorschriften, den Abbau von Ăberregulierung sowie eine Entlastung von Unternehmen und Automobilisten bei Steuern und Abgaben. Die ordentliche 68. Generalversammlung von auto-schweiz stand ganz im Zeichen der grossen Herausforderungen fĂŒr die Schweizer Automobilwirtschaft in einem stagnierenden Markt. Die anwesenden Mitglieder genehmigten sĂ€mtliche statutarischen GeschĂ€fte einstimmig und erteilten dem Vorstand DĂ©charge. PrĂ€sident Peter GrĂŒnenfelder wurde fĂŒr eine weitere Amtsdauer von drei Jahren bestĂ€tigt. Ebenfalls wiedergewĂ€hlt wurde Claudia Meyer (Renault Group). Neu in den Vorstand gewĂ€hlt wurde Dirk Adelmann, CEO Schweiz von Mercedes-Benz Schweiz AG. Der Verband wird durch die Aufnahme zwei neuer Marken weiter gestĂ€rkt, womit die Branche Einigkeit und Zusammenhalt bekrĂ€ftigt. Mit 63 Mitgliedsmarken zĂ€hlt der Verband so viele Marken wie noch nie, die mehr als 90 Prozent des Inverkehrbringungsvolumen neuer Fahrzeuge abdecken. Peter GrĂŒnenfelder dankte den Mitgliedern fĂŒr das Vertrauen: «Die geschlossene Wiederwahl stĂ€rkt uns den RĂŒcken, um die verkehrs- und klimapolitischen Interessen der Schweizer Automobilbranche weiterhin mit Nachdruck in Bern zu vertreten.» Keine Schweizer Sonderwege bei den CO-Vorschriften In seiner Ansprache verwies Peter GrĂŒnenfelder auf die schwierige Lage der Schweizer Automobilwirtschaft. WĂ€hrend sich zahlreiche europĂ€ische FahrzeugmĂ€rkte erholen und die EuropĂ€ische Union ihre Regulierung an die MarktrealitĂ€t anpasst, bleiben die Automobilimporteure in der Schweiz mit einem rĂŒcklĂ€ufigen Markt, rigider Regulierung und millionenschweren Sanktionen konfrontiert. FĂŒr auto-schweiz hat deshalb die rasche Ăbernahme der europĂ€ischen Flexibilisierungsmassnahmen bei den CO-Flottenvorschriften oberste PrioritĂ€t. Die Schweiz dĂŒrfe ihre Automobilwirtschaft nicht lĂ€nger durch zusĂ€tzliche Belastungen gegenĂŒber den europĂ€ischen NachbarlĂ€ndern benachteiligen.Thomas RĂŒcker, Direktor auto-schweiz, ergĂ€nzte: «Die Schweiz darf sich keinen regulatorischen Sonderweg leisten. Es braucht mehr Technologieoffenheit, mehr Pragmatismus und eine Politik, die sich an den Marktgegebenheiten statt an ideologischen Wunschvorstellungen orientiert. ZusĂ€tzliche Belastungen fĂŒr Unternehmen und Konsumenten sowie eine zunehmende Diskrepanz zwischen politischen Zielsetzungen und der MarktrealitĂ€t sind die Folgen der aktuellen Regulierung.» Deregulierung und Entlastung statt neue Belastungen Neben einer Anpassung des CO-Regimes fordert auto-schweiz einen konsequenten Abbau des Regulierungsdickichts, das die Branche zunehmend belastet. Die Schweizer Automobilwirtschaft sei auf Planungs- und Investitionssicherheit angewiesen. Statt neuer Vorschriften brauche es marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen, welche Innovationen und Investitionen fördern. Der Verband setzt sich deshalb fĂŒr eine umfassende Deregulierung ein. Die Bandbreite reicht von der ĂberprĂŒfung unnötiger Deklarationspflichten bis hin zum Abbau marktverzerrender Vorschriften. Gleichzeitig fordert auto-schweiz eine Entlastung bei Steuern und Abgaben. Die Automobilisten und die Automobilwirtschaft leisten bereits heute jĂ€hrlich fast 13 Milliarden Franken an Steuern und Abgaben. Vor diesem Hintergrund lehnt auto-schweiz zusĂ€tzliche Belastungen entschieden ab und spricht sich unter anderem fĂŒr die Abschaffung der Automobilsteuer aus. Ausgewogene MobilitĂ€tspolitik gefordert Kritisch beurteilt auto-schweiz die zunehmende Schieflage bei den Infrastrukturinvestitionen des Bundes. Obwohl rund zwei Drittel aller Personen- und GĂŒtertransporte auf der Strasse stattfinden, soll im Rahmen von Verkehr'45 ein Grossteil der geplanten zusĂ€tzlichen Investitionen in den Schienenverkehr fliessen. Gleichzeitig erreichen Staus und EngpĂ€sse auf dem Strassennetz Rekordwerte. Es braucht eine ausgewogene Verkehrspolitik, die den tatsĂ€chlichen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnissen von Bevölkerung und Wirtschaft Rechnung trĂ€gt. Dabei bleiben leistungsfĂ€hige Strassen eine zentrale Voraussetzung fĂŒr Wohlstand, Versorgungssicherheit und die WettbewerbsfĂ€higkeit des Standorts Schweiz. «Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck fĂŒr eine wettbewerbsfĂ€hige Automobilwirtschaft, bezahlbare MobilitĂ€t und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen. Die Schweiz braucht mehr Bewegung statt mehr BĂŒrokratie», sagte Peter GrĂŒnenfelder abschliessend. Medienmitteilung als PDF Download Weitere AuskĂŒnfte: Frank Keidel Mediensprecher T 076 399 69 06 frank.keidel@auto.swiss --------------------------------------------------------------------------- Ende der Medienmitteilungen Originalinhalt anzeigen: https://eqs-news.com/?origin_id=3c4ef168-5f22-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de --------------------------------------------------------------------------- 2338812 03.06.2026 CET/CEST
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