Equinor: Eneco-Vertrag über 0,5 Mrd. Kubikmeter
Veröffentlicht: 29.04.2026 um 16:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Equinor profitiert massiv vom globalen Energiehunger. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um knapp 61 Prozent zu und notiert aktuell bei 33,60 Euro. Hinter den Kulissen kämpft der norwegische Konzern jedoch mit harten politischen Bandagen. Ein neuer Deal in Europa steht massiven Steuerproblemen in Südamerika gegenüber.
In den Niederlanden baut Equinor seine Marktposition aus. Der Konzern liefert ab Februar 2026 jährlich bis zu eine halbe Milliarde Kubikmeter Erdgas an Eneco. Der Vertrag läuft über fünf Jahre. Das Gas weist einen geringen CO2-Fußabdruck auf. Eneco senkt damit seine eigenen Emissionen spürbar.
Steuerstreit bremst Milliardenprojekt
Das Marktumfeld spielt den Norwegern eigentlich in die Karten. Der Preis für Brent-Rohöl kletterte zuletzt über die Marke von 111 US-Dollar. Angebotsengpässe treiben die Kurse. Die Kehrseite: Regierungen wollen ein größeres Stück vom Kuchen.
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In Brasilien warnt Equinor-Länderchefin Veronica Coelho vor einer neuen Exportsteuer von zwölf Prozent. Die gesamte Abgabenlast steigt dort auf bis zu 27 Prozent des Bruttoumsatzes. Das gefährdet die Wirtschaftlichkeit lokaler Gasprojekte. Besonders das neun Milliarden Dollar schwere Raia-Projekt gerät unter Druck. Die Anlage ist erst zur Hälfte fertiggestellt.
Kanada wählt einen anderen Weg. Die Regierung lockt die Industrie mit frischen Steuergutschriften für die CO2-Speicherung. Solche Anreize erleichtern Equinor die globale Kapitalallokation.
Blick auf die Quartalszahlen
Am 6. Mai öffnet der Konzern seine Bücher für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von rund 0,85 US-Dollar. Der Umsatz dürfte bei etwa 26 Milliarden Dollar liegen.
Aktionäre können sich auf direkte Rückflüsse verlassen. Equinor hat eine Dividende von 0,39 US-Dollar je Aktie offiziell bestätigt. Das Geld fließt am 27. Mai auf die Konten der Anleger. Parallel dazu stützt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm den Kurs.
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