Klarere Angaben zur Herkunft von Honig bald Pflicht
08.09.2025 - 06:33:33 | dpa.deIn puncto Herkunft heiĂt es auf den Etiketten bisher aber oft nur: Mischung "aus EU-LĂ€ndern und Nicht-EU-LĂ€ndern". Solche vagen Angaben mĂŒssen nach einer europĂ€ischen Richtlinie bald konkreter werden, nĂ€mlich mit den UrsprungslĂ€ndern je nach Gewichtsanteil. Das BundesernĂ€hrungsministerium bringt jetzt eine Verordnung fĂŒr die nationale Umsetzung auf den Weg. VerbraucherschĂŒtzer begrĂŒĂen das als ĂŒberfĂ€llig und mahnen noch weitere verpflichtende Herkunftsangaben an.
Minister Alois Rainer (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Mit der genauen Ursprungsangabe ist bei jedem Glas Honig klar, woher der Honig kommt. Das ist die Transparenz, die wir brauchen." Eine klare Kennzeichnung fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher sorge fĂŒr Fairness im Wettbewerb und mache es auch allen leichter, sich fĂŒr heimische Produkte zu entscheiden.
Dabei muss das Ursprungsland prinzipiell angegeben werden, wie eine EU-Richtlinie schon festlegt. Stammt der Glas-Inhalt aber aus mehreren LĂ€ndern, können es noch auch pauschale Angaben fĂŒr die gesamte Honigmischung sein: aus den 27 EU-LĂ€ndern, aus "Nicht-EU-LĂ€ndern" rund um den Globus oder eben eine "Mischung von Honig aus EU-LĂ€ndern und Nicht-EU-LĂ€ndern".
Die Verbraucherorganisation Foodwatch monierte bereits seit lĂ€ngerem: "FĂŒr AuĂerirdische mag eine solche Kennzeichnung vielleicht interessant sein." Denn das sage nicht mehr aus als "Herkunft: Planet Erde". Etwas konkreter sind schon Angaben wie "aus Lateinamerika" oder "Chile, Guatemala und Uruguay".
EingefĂŒhrt wird nun aber eine verpflichtende Ursprungslandkennzeichnung fĂŒr Mischungen, wie ein Ministeriumssprecher erlĂ€uterte. Und dabei mĂŒssen die LĂ€nder in absteigender Reihenfolge ihres Anteils und zusĂ€tzlich mit dem Gewichtsanteil in Prozent angegeben werden. Ein einziges Ursprungsland ist wie bisher ohne Prozentzahl anzugeben, also etwa "Honig aus Deutschland".
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