Drohnen-VorfĂ€lle: Baltenstaaten fordern mehr Nato-UnterstĂŒtzung
21.05.2026 - 18:09:59 | dpa.deDie drei EU- und Nato-Staaten wollen zudem in koordinierter Form auf unbelegte Behauptungen aus Moskau reagieren, wonach sie ihr Territorium und ihren Luftraum fĂŒr ukrainische Angriffe gegen Russland zur VerfĂŒgung stellen. Dies teilte die litauische PrĂ€sidialkanzlei nach einem Telefonat der PrĂ€sidenten der drei Staaten mit.
"Wir beobachten einen klaren Versuch, die Spannungen in unserer Region zu verschĂ€rfen und gleichzeitig eine koordinierte Desinformationskampagne gegen die baltischen Staaten zu fĂŒhren. Wir mĂŒssen geeint bleiben, unsere Luftverteidigung und unsere FĂ€higkeiten zur Drohnenabwehr stĂ€rken und gemeinsam die Nato-VerbĂŒndeten dazu bewegen, der Sicherheit der Ostflanke noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken", sagte der litauische PrĂ€sident Gitanas Nauseda nach einem GesprĂ€ch mit seinen Amtskollegen Alar Karis (Estland) und Edgars Rinkevics (Lettland).
Ruf nach mehr Luftverteidigung und PrÀsenz
In einer gemeinsamen ErklĂ€rung betonten die Staatschefs die Notwendigkeit, die LuftverteidigungskapazitĂ€ten der Nato in der Region weiter zu stĂ€rken. Dazu gehörten die Stationierung zusĂ€tzlicher Drohnenabwehrsysteme und der Ăbergang von einer reinen LuftraumĂŒberwachung zu einer umfassenden Luftverteidigung. Zuvor hatten die StreitkrĂ€fte in Lettland und Litauen erneut Drohnenalarm im Luftraum im Osten der beiden LĂ€nder nahe der Grenze zu Russland und Belarus gemeldet.
Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere VorfĂ€lle mit Drohnen gegeben. Bei Angriffen sind mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestĂŒrzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Moskau hatte daraufhin seine unbelegten Behauptungen erhoben - und zuletzt auch Drohungen gegen Lettland ausgesprochen.
PrÀsidenten: Baltenstaaten nicht an Drohnenangriffen beteiligt
Mit den "erfundenen, haltlosen Anschuldigungen" versuche Russland, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft von seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine und deren Recht auf Selbstverteidigung abzulenken, teilten die baltischen Staatschefs mit und wiesen die russische Desinformationskampagne entschieden zurĂŒck. Estland, Lettland und Litauen stĂŒnden weiter in voller SolidaritĂ€t mit der Ukraine, aber hĂ€tten niemals zugelassen, dass ihr Staatsgebiet fĂŒr Drohnenangriffe gegen Ziele in Russland genutzt werde.
Die baltischen Staaten sind enge Partner und UnterstĂŒtzer der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Die Regierungen in Tallinn, Riga und Vilnius unterstĂŒtzten die Ukraine militĂ€risch, finanziell und humanitĂ€r.
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