ROUNDUP, EU-Kommission

EU-Kommission leitet Kartelluntersuchung gegen Red Bull ein

Veröffentlicht: 13.11.2025 um 15:03 Uhr, dpa.de

Die EU-Kommission verdÀchtigt den Energy-Drink-Hersteller Red Bull, den Wettbewerb rechtswidrig einzuschrÀnken.

In einem nun eingeleiteten Verfahren will die BrĂŒsseler Behörde prĂŒfen, ob das österreichische Unternehmen eine Taktik entwickelt haben könnte, um Konkurrenzprodukte in der EU strategisch zu benachteiligen. Es geht um den Verkauf von Energy-Drinks in SupermĂ€rkten oder Tankstellenshops.

Zum einen soll Red Bull der Mitteilung der EU-Kommission zufolge HĂ€ndlern finanzielle und nicht-finanzielle Anreize geboten haben, um Konkurrenzprodukte mit einem Volumen ĂŒber 250 Millilitern aus dem Sortiment zu nehmen oder weniger sichtbar zu platzieren. Zum anderen soll das Unternehmen seine Rolle als sogenannter "Category Manager" in GeschĂ€ften genutzt haben, um die PrĂ€senz konkurrierender Marken zu beeintrĂ€chtigen.

Bei sogenannten Category-Management-Vereinbarungen betrauen GeschÀfte einen Lieferanten mit der Verwaltung einer bestimmten Produktkategorie - etwa Energy-Drinks. Der Lieferant kann dabei auch Einfluss auf die PrÀsentation von Konkurrenzprodukten nehmen.

Red Bull Ă€ußerte sich nicht zu den VorwĂŒrfen. Das Unternehmen nehme zu laufenden Verfahren keine Stellung, hieß es aus der Konzernzentrale in Fuschl bei Salzburg.

Taktik in Niederlanden umgesetzt?

Die Kommission befĂŒrchtet, dass Red Bull die Benachteiligungs-Strategie mindestens in den Niederlanden umgesetzt haben könnte, wo das Unternehmen der Mitteilung zufolge offenbar eine marktbeherrschende Stellung auf dem nationalen Markt fĂŒr den Großhandel mit Marken-Energy-Drinks innehat.

"Wir wollen prĂŒfen, ob diese Praktiken dazu beitragen, die Preise hochzuhalten und die Auswahl an Energy-Drinks fĂŒr Verbraucher einzuschrĂ€nken", sagte KommissionsvizeprĂ€sidentin Teresa Ribera.

Es ist laut EU-Kommission das erste Mal, dass sie einen möglichen Missbrauch einer Category-Management-Position untersucht. Sollte sich der Verdacht bestĂ€tigen, könnte Red Bull gegen das EU-Verbot des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung verstoßen haben. Die Kommission betonte, die Einleitung des Verfahrens bedeute keine Vorentscheidung ĂŒber den Ausgang der Untersuchung.

de | boerse | 68353764 |

Weitere Meldungen

EU-Experten fĂŒr ZugangsbeschrĂ€nkung bis 13 BRÜSSEL - Von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media fĂŒr Kinder unter 13 Jahren in allen MitgliedslĂ€ndern zu beschrĂ€nken. (Boerse, 13.07.2026 - 15:16) weiterlesen...

Social Media: EU-Experten fĂŒr ZugangsbeschrĂ€nkung bis 13 (Aktualisierung: u.a. Zitate von EU-KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen)BRÜSSEL - Von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media fĂŒr Kinder unter 13 Jahren in allen MitgliedslĂ€ndern zu beschrĂ€nken. (Boerse, 13.07.2026 - 13:28) weiterlesen...

Social Media: EU-Experten fĂŒr ZugangsbeschrĂ€nkung bis 13 Von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media fĂŒr Kinder unter 13 Jahren in allen MitgliedslĂ€ndern zu beschrĂ€nken. (Boerse, 13.07.2026 - 11:33) weiterlesen...

Ungarn soll nach Regierungswechsel EU-Milliarden bekommen Ungarn soll nach dem Regierungswechsel rund zehn Milliarden Euro aus dem in der Corona-Krise geschaffenen EU-Wiederaufbaufonds bekommen. (Boerse, 10.07.2026 - 17:12) weiterlesen...

EU-Gerichtshof stĂ€rkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos (technische Wiederholung)LUXEMBURG - Streamingdienste wie Sky dĂŒrfen das Widerrufsrecht fĂŒr ihre digitalen Angebote nach einem Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH) nicht generell ausschließen. (Boerse, 09.07.2026 - 16:22) weiterlesen...

EU-Gerichtshof stÀrkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos Unternehmen wie Whatsapp, Microsoft, Google und Co. (Boerse, 09.07.2026 - 15:53) weiterlesen...