ROUNDUP, EU-Kommission

EU-Kommission schließt chinesisches Subunternehmen von Bahn-Bau aus

Veröffentlicht: 21.04.2026 um 17:30 Uhr, dpa.de

Ein chinesischer Zulieferer hat nach Einschätzung der EU-Kommission durch ausländische Subventionen einen unlauteren Wettbewerbsvorteil bekommen.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass so andere Bewerber beim Verfahren für die Vergabe eines Auftrags für die Erweiterung der Stadtbahn in Lissabon benachteiligt würden. Die portugiesische Tochter des chinesischen Konzerns CRRC dürfe kein Angebot abgeben, teilte die EU-Kommission mit.

Ein ranghoher Beamter sprach von Subventionen an das Unternehmen in Milliardenhöhe. Es war demnach Teil eines Bieterkonsortiums, das mittlerweile zugesagt habe, Portugal CRCC durch einen polnischen Hersteller zu ersetzen, der keine wettbewerbsverzerrenden ausländischen Subventionen erhalten habe.

Die Lissabonner Metrobetreiber dürfe nun mit der Vergabe des Vertrags für Bau und Planung der neuen U-Bahn-Linie "Violet" fortfahren, teilte die Kommission mit. Die Entscheidung und Prüfung der Angebote liege beim Betreiber.

Die "Linha Violeta" ist eine neue, überwiegend oberirdisch verlaufende Stadtbahnlinie zwischen Odivelas und Loures im Norden der Metropolregion Lissabon. Das Projekt ist als Erweiterung der bestehenden Anbindung gedacht, soll etwa 11,5 Kilometer lang sein und 17 Stationen haben. Ob der ursprünglich für die zweite Jahreshälfte geplante Termin für die Fertigstellung eingehalten werden kann, war unklar.

Die chinesische Handelskammer bei der EU äußerte "ernsthafte Besorgnis" über die Entscheidung. Die Beteiligung des betroffenen chinesischen Unternehmens sei so gering, dass es üblicherweise nicht untersucht worden wäre, kritisierte die Handelsvertretung in einer Mitteilung. Wiederholt seien zudem äußerst kurze Fristen gesetzt worden. Sie warf der EU vor, chinesische Unternehmen de facto zu diskriminieren.

de | boerse | 69230576 |

Weitere Meldungen

Von der Leyen will in Kiew Initiativen zur Verteidigung ankündigen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht zum elften Mal seit Kriegsbeginn die Ukraine. (Boerse, 15.07.2026 - 08:20) weiterlesen...

EU-Experten für Zugangsbeschränkung bis 13 BRÜSSEL - Von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. (Boerse, 13.07.2026 - 15:16) weiterlesen...

Social Media: EU-Experten für Zugangsbeschränkung bis 13 (Aktualisierung: u.a. Zitate von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen)BRÜSSEL - Von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. (Boerse, 13.07.2026 - 13:28) weiterlesen...

Social Media: EU-Experten für Zugangsbeschränkung bis 13 Von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragte Experten empfehlen, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 13 Jahren in allen Mitgliedsländern zu beschränken. (Boerse, 13.07.2026 - 11:33) weiterlesen...

Ungarn soll nach Regierungswechsel EU-Milliarden bekommen Ungarn soll nach dem Regierungswechsel rund zehn Milliarden Euro aus dem in der Corona-Krise geschaffenen EU-Wiederaufbaufonds bekommen. (Boerse, 10.07.2026 - 17:12) weiterlesen...

EU-Gerichtshof stärkt Widerrufsrecht bei Streaming-Abos (technische Wiederholung)LUXEMBURG - Streamingdienste wie Sky dürfen das Widerrufsrecht für ihre digitalen Angebote nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht generell ausschließen. (Boerse, 09.07.2026 - 16:22) weiterlesen...