EU-LĂ€nder, USA

EU-LĂ€nder exportieren rund 30 Prozent weniger in die USA

28.05.2026 - 15:21:22 | dpa.de

EU-LĂ€nder haben im ersten Quartal 30,4 Prozent weniger Waren in die USA exportiert als im Vorjahreszeitraum.

Dennoch blieben die USA mit einem Anteil von 18,6 Prozent an allen Exporten das wichtigste Exportziel der EU - dem Zoll-Streit zum Trotz, wie aus Zahlen des Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Den Angaben zufolge exportierte die EU im Zeitraum zwischen Januar und MĂ€rz dieses Jahres Waren im Wert von 119,4 Milliarden Euro in die USA.

Auch die Exporte in andere LĂ€nder sanken. So wurden 8,2 Prozent weniger in die TĂŒrkei und 7,9 Prozent weniger nach China exportiert. Insgesamt exportierte die EU Waren im Wert von 640,5 Milliarden Euro an Nicht-EU-LĂ€nder. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gingen die Exporte demnach um 8,8 Prozent zurĂŒck.

Mit einem Anteil von 13,8 Prozent und exportierten Waren im Wert von 88,7 Milliarden Euro war Großbritannien nach den USA der zweitwichtigste Exportpartner der EU. Darauf folgten die Schweiz, China und die TĂŒrkei.

Auch Importe nahmen ab

Nicht nur die Exporte, auch die Importe nahmen im ersten Jahresquartal ab. Waren im Wert von 627,8 Milliarden Euro wurden eingefĂŒhrt (minus 3,3 Prozent). Aus der TĂŒrkei nahmen die Einfuhren um 7,5 Prozent, aus den USA um 5,7 Prozent und aus Großbritannien um 3,4 Prozent ab.

Mit einem Anteil von 23,1 Prozent aller Importe war China mit 145,3 Milliarden der wichtigste Lieferant der EU. Darauf folgten die USA, Großbritannien, die Schweiz und die TĂŒrkei.

Zoll-Streit zwischen der EU und USA

Zwischen den USA und der EuropĂ€ischen Union schwelt seit mehr als einem Jahr ein Zoll-Streit. US-PrĂ€sident Donald Trump drohte der EU mit Strafzöllen. Um einen Handelskrieg abzuwenden, ließ sich die EU im vergangenen Sommer auf ein umstrittenes Zoll-Abkommen ein. Erst vergangene Woche machten EU-Vertreter den Weg fĂŒr dessen vollstĂ€ndige Umsetzung frei.

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