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Europa Schluss: Erholung dank Ölpreis - US-Inflation stört nicht

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 18:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die europÀischen AktienmÀrkte haben sich am Freitag etwas von ihren Vortagesverlusten erholt.

Ermöglicht wurde dies durch den Ölpreis, der nach seiner jĂŒngsten Rally etwas zurĂŒckkam. Entlastung brachte, dass der Iran und die Staaten am Persischen Golf nach dem Wochenende ĂŒber die umkĂ€mpfte Straße von Hormus sprechen wollen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 0,90 Prozent höher bei 6.325,13 Punkten, konnte damit ein Wochenminus aber nicht mehr abwenden. Dieses war letztlich gut ein Prozent groß. Außerhalb des Euroraums stieg der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,39 Prozent auf 10.650,44 ZĂ€hler. In der Schweiz ging es fĂŒr den Leitindex SMI CH0009980894 um 0,26 Prozent auf 13.775,27 Punkte nach oben.

Von den US-Verbraucherpreisen kamen am Nachmittag zumindest keine Störfeuer. Die Inflation hat sich im August auf hohem Niveau nicht verĂ€ndert und damit die Erwartungen erfĂŒllt. Laut Tobias Basse von der NordLB zeigen sich damit "keine klaren Entlastungstendenzen". Der Experte glaubt, dass sie es den Gegnern einer Leitzinserhöhung im Fed-Kommitee sehr schwer machen werden, eine Straffung in der kommenden Woche noch zu verhindern.

Unter den Einzelwerten verloren die Titel von Novo Nordisk DK0062498333 3,4 Prozent, nachdem die US-Investmentbank Morgan Stanley die Aktie des dĂ€nischen Pharmakonzerns auf "Underweight" abgestuft hatte. Die Bewertung des Spezialisten fĂŒr Diabetes- und AbnehmprĂ€parate spiegle mittelfristig maue Wachstumsperspektiven noch nicht angemessen wider, schrieb Analyst Thibault Boutherin. Gleiches gelte fĂŒr die Bedeutung des nĂ€her rĂŒckenden Patentauslaufs von Semaglutid.

An der Spitze der europĂ€ischen Sektoren konnten sich die Telekom- EU0009658947 und Bankensektoren EU0009658806 absetzen mit Kursanstiegen, die jeweils knapp 1,5 Prozent groß waren. Unter anderem von Novo Nordisk bedingt, gab der Gesundheitssektor EU0009658723 auf der anderen Tabellenseite recht deutlich um 0,6 Prozent nach.

Noch etwas grĂ¶ĂŸere Verluste gab es nur im Chemiesektor EU0009658608, der 0,9 Prozent an Wert verlor. Am Freitag Ă€ußerte sich der Keybanc-Analyst Salvator Tiano skeptisch zur Branche, in der die richtige Aktienauswahl wegen gegenlĂ€ufiger Trends schwieriger werde. Dem kriegsbedingten RĂŒckenwind stĂŒnden strukturelle Belastungen durch ÜberkapazitĂ€ten gegenĂŒber. Aktien von BASF DE000BASF111 waren im EuroStoxx das Schlusslicht.

In Paris zogen die Alstom FR0010220475-Aktien um 2,4 Prozent an. Der französische Zugbauer hat VertrÀge im Wert von 1,2 Milliarden Euro mit der englischen Eisenbahngesellschaft TransPennine Express unterzeichnet.

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