EuropÀischer, Gaspreis

EuropÀischer Gaspreis steigt weiter krÀftig - EuropÀische Reserve sinkt

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 15:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Preis fĂŒr europĂ€isches Erdgas ist am Montag deutlich gestiegen und hat die AufwĂ€rtsbewegung der vergangenen zwei Wochen fortgesetzt.

Zu Beginn der Handelswoche wurde der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam zu 69,22 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das sind mehr als vier Prozent ĂŒber dem Niveau vom Freitag. Die Notierung liegt nur noch knapp unter dem Hoch seit dem Beginn des Iran-Kriegs, das im MĂ€rz bei 70,85 Euro erreicht worden war.

Seit ĂŒber zwei Wochen geht es mit dem Gaspreis tendenziell nach oben. In dieser Zeit hat sich der Rohstoff um etwa ein Drittel verteuert. An den MĂ€rkten bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten das bestimmende Thema. Zuletzt hatten die USA erklĂ€rt, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran und auf dessen Handelspartner erhöhen zu wollen, um ein Ende des Kriegs mit dem Land zu erzwingen. In einem Gastbeitrag fĂŒr die "Financial Times" hat US-Finanzminister Scott Bessent nochmals eine Warnung an die UnterstĂŒtzer des Iran gerichtet. "Sie wĂ€ren gut beraten, die Konsequenzen dieser UnterstĂŒtzung zu bedenken", wird Bessent zitiert.

Am Abend wird erwartet, dass sich Bessent in einer Rede konkreter zum geplanten Vorgehen gegen Irans Handelspartner Ă€ußern wird. Allerdings ist am Markt unklar, wie genau die USA den wirtschaftlichen Druck auf Teheran wirksam erhöhen könnten, ohne Gegenmaßnahmen von China als wichtigen Handelspartner des Irans zu provozieren.

Am Markt zeigt sich zunehmend die Sorge, dass eine Normalisierung der Lieferungen von Energierohstoffen aus den Fördergebieten am Persischen Golf vorerst nicht möglich ist. Zudem wachsen am Markt die Sorgen hinsichtlich der Versorgungslage in den Industriestaaten.

Die LĂ€nder in Europa geraten zunehmend unter Druck, ihre Gasspeicher vor dem Winter wieder aufzufĂŒllen. Die europĂ€ischen Gasspeicher sind laut jĂŒngsten Daten des europĂ€ischen Verbands Gas Infrastructure Europe (GIE) am 22. August sogar gesunken, auf 61,68 Prozent, nachdem sie am Tag zuvor noch bei 62,32 Prozent gelegen hatte. Vor einem Jahr lag der FĂŒllstand bei ĂŒber 75 Prozent. Die deutschen Gasreserven sind noch deutlich geringer gefĂŒllt: Hier meldete die GIE fĂŒr den 22. August einen FĂŒllstand von 50,71 Prozent, nachdem er vor einem Jahr bei mehr als 68 Prozent gelegen hatte.

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