Aktien, Europa

Aktien Europa: Abwartendes GeschÀft vor US-Berichtssaison

13.01.2026 - 12:20:44 | dpa.de

Europas AktienmÀrkte haben sich am Dienstag kaum bewegt.

"Wie es sich bereits zum Handelsstart abgezeichnet hatte, stehen viele Investoren heute lieber an der Seitenlinie und warten den Beginn der US-Berichtssaison und das makroökonomisch Datenfeuerwerk aus den USA ab", so Marktexperte Andreas Lipkow.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verharrte am Mittag knapp ĂŒber 6.000 Punkten. Ähnlich sah es außerhalb des Euroraums an der britischen Börse aus. Der Leitindex FTSE 100 GB0001383545 trat auf der Stelle. Der Schweizer SMI CH0009980894 gab unterdessen um 0,63 Prozent auf 13.342,18 Punkte nach.

Die US-Berichtssaison warf ihre Schatten auch bei den Einzelsektoren voraus. So entwickelten sich Bankaktien etwas stĂ€rker als der Gesamtmarkt. "FĂŒr die Branche rechnet der Markt mit einem Plus von knapp sieben Prozent bei Gewinn und Umsatz", merkte Luis Ruiz, Marktanalyst CMC Markets, zu den anstehenden US-Zahlen an.

Erste Zahlen aus Europa sorgten indes fĂŒr Unmut. So gerieten Sika mit sieben Prozent Abschlag unter Druck. Der Schweizer Bauchemie- und Klebstoffhersteller erlitt 2025 einen UmsatzrĂŒckgang von 4,8 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Negative WĂ€hrungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt bremsten. HĂ€ndler Ă€ußerten sich zudem enttĂ€uscht ĂŒber die Aussichten des Unternehmens im laufenden Jahr. "Der wichtige Markt China zeigt bislang kaum Erholungstendenzen und solange sich China nicht erholt, bleibt es schwierig", meinte ein HĂ€ndler.

Die Verluste hinterließen merkliche Spuren im Bausektor, der abgeschlagen am Ende des Feldes lag. Bei dem Schwergewicht Vinci FR0000125486 kam hinzu, dass die Analysten der Bank of America die Einstufung auf "Underperform" gesenkt hatten.

Auch die Zahlen von Lindt & SprĂŒngli CH0010570759 versĂŒĂŸten Anlegern das Börsengeschehen nur kurz. Nach Auftaktgewinnen rutschte die Aktie ins Minus und gab um knapp drei Prozent nach. Dabei hatte der Schweizer Schokoladehersteller den Umsatz stĂ€rker als erwartet gesteigert. Allerdings war dies Preiserhöhungen geschuldet. Die verkauften Mengen gingen zurĂŒck. HĂ€ndler fragen sich nun, wie lange die Konsumenten Preiserhöhungen mitmachen und nicht doch zu billigeren Alternativen wechseln dĂŒrften.

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