Aktien, Europa

Aktien Europa: Leichte Verluste - Volvo Cars brechen ein

05.02.2026 - 12:11:04 | dpa.de

Europas Börsen haben am Donnerstag geschwÀchelt.

"Die Marktteilnehmer sehen sich erneut mit erhöhter VolatilitÀt an den EdelmetallmÀrkten und eher schwachen Unternehmenszahlen konfrontiert", so Marktexperte Andreas Lipkow. "Somit nehmen die Investoren lieber Gewinne mit und positionieren sich an der Seitenlinie."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,16 Prozent auf 5960,82 ZĂ€hler. Außerhalb der Eurozone sank der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 um 0,32 Prozent auf 10.398,97 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 gab um 0,25 Prozent auf 13.473,81 Punkte nach.

Bei den Quartalszahlen ĂŒberwogen die EnttĂ€uschungen. Auffallendstes Beispiel waren Volvo Cars SE0021628898, dessen Aktienkurs um 22 Prozent abstĂŒrzte. Im vierten Quartal waren Umsatz und operatives Ergebnis stark gefallen. Mit beiden Werten verfehlte Volvo die SchĂ€tzungen von Analysten deutlich.

Im schwĂ€chelnden Telekommunikationssektor GB00BH4HKS39 gaben Vodafone GB00BH4HKS39 den Takt vor. Der britische Telekommunikationskonzern hatte im dritten GeschĂ€ftsquartal 2025/26 Umsatz und operativen Gewinn zwar gesteigert. Experten hatten sich allerdings mehr erhofft. Die Analysten von JPMorgan US46625H1005 sprachen von einer leichten EnttĂ€uschung. Der recht deutliche Kursverlust von ĂŒber vier Prozent sei auch dem vorherigen Anstieg geschuldet.

Im Bankensektor gab es unterdessen Licht und Schatten. WĂ€hrend BBVA ES0113211835 um 6,7 Prozent nachgaben, legten BNP Paribas FR0000131104 um 3,7 Prozent zu. Die französische Großbank hatte das Jahr 2025 mit einem ĂŒberraschend guten Quartal abgeschlossen. Bankchef Jean-Laurent Bonnafe hatte zudem seine Ziele fĂŒr die kommenden Jahre erhöht.

Nicht ganz so gut sah es bei BBVA aus. Die spanische Großbank hatte im vergangenen Jahr dank guter GeschĂ€fte im Heimatmarkt zwar operativ deutlich mehr verdient. Doch der Ausblick hielt nicht Schritt. Hier deute sich Korrekturbedarf fĂŒr die KonsensschĂ€tzungen an, betonten die Analysten von JPMorgan.

Unter den Werten der zweiten Reihe knickten Moller-Maersk DK0010244508 ein. Die schrittweise Wiederöffnung der Transportwege durch das Rote Meer dĂŒrfte 2026 bei der Reederei fĂŒr einen GewinnrĂŒckgang sorgen. Grund dafĂŒr sind fallende Frachtraten, wenn der kĂŒrzere Transportweg durch das Rote Meer demnĂ€chst wieder regelmĂ€ĂŸig zu befahren sein sollte. Die Aktie gab um rund fĂŒnf Prozent nach.

Ähnlich stark fielen die Anteile von Vestas DK0061539921 nach der Veröffentlichung neuer GeschĂ€ftszahlen. Zwar hĂ€tten die ausgelieferten Volumina des Herstellers von Windkraftanlagen im vierten Quartal 2025 die KonsensschĂ€tzung um 7 Prozent ĂŒbertroffen, schrieb Analyst Lucas Ferhani von der US-Bank Jefferies. Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) hĂ€tten die Erwartungen aber um jeweils drei Prozent verfehlt.

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