Börsen/Aktien, Österreich

Aktien Europa: Kaum verÀndert nach starkem Lauf - Trump verunsichert wieder

21.01.2025 - 12:12:29 | dpa.de

Europas Börsen haben sich am Dienstag von ihrem allgemein leicht schwÀcheren Handelsstart erholt.

Einige drehten in die Gewinnzone, blieben jedoch am Vortagesschluss.

Nach fĂŒnf Handelstagen mit teils deutlichen Gewinnen gab der EuroStoxx 50 EU0009658145 am spĂ€teren Vormittag 0,14 Prozent auf 5.157,29 Punkte nach. Tags zuvor hatte der Leitindex der Euroregion zeitweise ein 25-Jahres-Hoch erreicht. Außerhalb des Euroraums drehte der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 ins Plus und legte zuletzt um 0,05 Prozent auf 12.042,65 Punkte zu. Der britische FTSE 100 GB0001383545 rĂŒckte um 0,07 Prozent auf 8.526,60 Punkte vor.

Die wieder zunehmende Unsicherheit ĂŒber den handelspolitischen Kurs von PrĂ€sident Donald Trump sorge fĂŒr neuerliche Vorsicht und ZurĂŒckhaltung unter den Anlegern. Nach den avisierten drastischen Strafzölle gegen Kanada und Mexiko bleibe die Frage, was Trump in Bezug auf Europa unternehmen werde, sagte ein Marktbeobachter.

Die Branche der Bergbauunternehmen war die schwĂ€chste unter den europĂ€ischen Sektoren. Die von Trump ab Februar in Aussicht gestellten Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus Kanada und Mexiko ließ den US-Dollar wieder steigen und machte Metalle fĂŒr die meisten KĂ€ufer wieder teurer. Der zurzeit vorsichtige Kurs des neuen US-PrĂ€sidenten gegenĂŒber China sorge zwar einerseits fĂŒr etwas Erleichterung, andererseits werde jedoch gerĂ€tselt, wie er sich kĂŒnftig verhalten werde, hieß es.

Orsted DK0060094928 brachen in Kopenhagen um 14 Prozent ein. Milliardenschwere Wertberichtigungen beim WeltmarktfĂŒhrer von Offshore-Windanlagen auf Windkraftprojekte in den USA brachten zudem die Kurse der gesamten europĂ€ischen Windenergiebranche unter Druck. Vestas DK0061539921 etwa verloren knapp 2 Prozent.

Versorger standen ebenfalls im Blick. Das Analysehaus Jefferies beschĂ€ftigte sich mit europĂ€ischen vertikal integrierten Versorgern, also solchen, die alles abdecken, von der Energieerzeugung ĂŒber die Netze bis hin zur Lieferung an die Kunden. Jene, die stark auf Netzwerke ausgerichtet sind, sieht Analyst Ahmed Farman vor dem Hintergrund eines schwankungsreichen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes, und auch mit Blick auf das Rohstoffumfeld, als "relativ defensive Investments" an. Nach einer Neubewertung der Risiko-Ertrags-VerhĂ€ltnisse sind seine "Top Picks" fĂŒr 2025 nun Iberdrola ES0144580Y14, SSE GB0007908733 und Enel IT0003128367. Entsprechend hob er Iberdrola und SSE von "Hold" auf "Buy". FĂŒr Enel bekrĂ€ftigte er seine Kaufempfehlung.

Beim französischen Versorger Engie FR0010208488 verwies Jefferies unterdessen auf die französische Politik sowie auch die SchwĂ€che des Brasilien-GeschĂ€fts als Bremsklotz fĂŒr die Aktie. Sie wurde daher auf "Hold" abgestuft. WĂ€hrend Engie um 1,7 Prozent nachgaben, zeigten sich Iberdrola, SSE und Enel zuletzt kaum verĂ€ndert.

FĂŒr DocMorris CH0042615283 ging es nach Umsatzzahlen zum vierten Quartal um 3,5 Prozent abwĂ€rts. Das GeschĂ€ft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wuchs zwar im Quartalsvergleich, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen zurĂŒck. Abgesehen von dieser "enttĂ€uschenden Entwicklung" habe das Wachstum von rezeptfreien Arzneimitteln im vierten Quartal stagniert, schrieb Jefferies-Analyst Martin Comtesse, da das Management angesichts der angespannten Bilanz Kompromisse bei der Kapitalaufteilung habe eingehen mĂŒssen.

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