Europa Schluss: Moderate Gewinne - ASML stark nach TSMC-Ausblick
15.01.2026 - 18:31:41 | dpa.deĂberraschend gute Zahlen und ein starker Ausblick des taiwanesischen Chipherstellers TSMC TW0002330008 lieferten ebenso positive Impulse, wie Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA sowie insgesamt ĂŒberzeugende Zahlen der US-Finanzkonzerne Goldman Sachs US38141G1040, Morgan Stanley US6174464486 und Blackrock US09247X1019.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg im Handelsverlauf auf ein weiteres Rekordhoch und schloss mit einem Plus von 0,60 Prozent bei 6.041,14 Punkten. Ăhnlich sah es auĂerhalb des Euroraums an der britischen Börse aus. Der Londoner Leitindex FTSE 100 GB0001383545 gewann 0,54 Prozent auf 10.238,94 ZĂ€hler. Der Schweizer SMI CH0009980894 zog um 0,09 Prozent auf 13.476,32 Punkte an.
Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Industrieproduktion der Eurozone war im November stÀrker als erwartet gestiegen. Zudem wuchs die deutsche Wirtschaft 2025 nach zwei Rezessionsjahren leicht und hofft auf weiteren Aufschwung im neuen Jahr.
StĂ€rkster Sektor waren die Technologiewerte, die von der Euphorie in der Halbleiterindustrie profitierten, ausgelöst von den TSMC-Wachstumsperspektiven. Der weltweit gröĂte Chip-Produzent will die Investitionen in den kommenden drei Jahren erheblich ausweiten, um so einer boomenden Nachfrage nach Halbleitern Herr zu werden, vor allem solcher nach Komponenten fĂŒr Anwendungen rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI).
An der Börse in Amsterdam schnellten daraufhin die Papiere von ASML NL0010273215 auf ein Rekordhoch und schlossen 6,0 Prozent im Plus. Die NiederlĂ€nder fertigen Lithographie-Anlagen, auf denen Halbleiter produziert werden. ASML-Aktien haben seit Jahresbeginn bereits stark zugelegt, das Unternehmen hat mit einer Marktkapitalisierung von ĂŒber 440 Milliarden Euro den höchsten Börsenwert in Europa.
Die Aktien von Richemont CH0210483332 und der Luxussektor konnten Anfangsgewinne nicht halten. Der Schweizer Schmuck- und Uhrenkonzern hatte zwar im dritten Quartal des GeschĂ€ftsjahres trotz hoher Vorjahresbasis den Umsatz krĂ€ftig gesteigert und die Vorgaben der Analysten ĂŒbertroffen. Einmal mehr lief das GeschĂ€ft in den SchmuckhĂ€usern auf Hochtouren. Allerdings warnte Richemont davor, dass negative WĂ€hrungseffekte und gestiegene Rohmaterialkosten auf die Margen drĂŒcken. Die Aktie gab um 2,4 Prozent nach. Kering FR0000121485 bĂŒĂten 3,2 Prozent ein.
Ălwerte schwĂ€chelten ebenfalls. Die Ălpreise hatten wegen der Hoffnung auf das Ausbleiben eines MilitĂ€rschlags der USA gegen den Iran krĂ€ftig nachgegeben. "Anleger haben quasi ĂŒber Nacht eine plötzliche Neubewertung der geopolitischen Risiken vorgenommen, was zu einem scharfen RĂŒckgang der Ălpreise und Edelmetalle fĂŒhrt", merkte Analyst Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, an.
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