Eurozone: Inflationsrate steigt etwas weniger als erwartet
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 11:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIm Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte. Erneut gestiegene Energiepreise haben die Inflation angetrieben.
In einer ersten SchÀtzung war allerdings noch ein etwas stÀrkerer Anstieg auf 3,3 Prozent ermittelt worden. Im Juli hatte die Inflationsrate bei 2,9 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit einer BestÀtigung der ErstschÀtzung gerechnet. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an. Die EZB hatte in der vergangenen Woche den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Es war die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.
Im August hat sich der Anstieg der Energiepreise erneut beschleunigt. Hier meldet Eurostat ein Plus von 14,3 Prozent im Jahresvergleich. Hintergrund ist der anhaltende Krieg zwischen dem Iran und den USA. Eine nachhaltige Ăffnung der StraĂe von Hormus ist nicht in Sicht. Und damit stockt der Ălfluss weiterhin.
Beschleunigt hat sich auch der Preisauftrieb auch bei IndustriegĂŒtern. Bei Dienstleistungen schwĂ€chte sich der Anstieg hingegen ab.
Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau in der Eurozone im August um 0,4 Prozent. Hier wurde die erste SchÀtzung bestÀtigt. Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfÀllige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, gab etwas nach. Sie fiel von 2,5 Prozent im Vormonat auf 2,4 Prozent.
In Deutschland war die Inflationsrate laut dem europÀischen Verbraucherpreisindex HVPI im August auf 2,9 Prozent gestiegen. Besonders hoch war die Inflation in Spanien, wo die Rate auf 4,6 Prozent stieg. In Italien kletterte sie auf 3,2 Prozent und in Frankreich auf 2,6 Prozent.
