EZB, Iran-Krieg

EZB erwartet wegen Iran-Krieg lÀnger erhöhte Inflation

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 14:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Menschen im Euroraum mĂŒssen sich nach EinschĂ€tzung der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) bis mindestens 2027 auf eine erhöhte Teuerungsrate einstellen.

FĂŒr das laufende Jahr erwartet die Notenbank weiterhin 3,0 Prozent Inflation, wie sie auf Basis jĂŒngster Prognosen mitteilte. Der Wert liegt deutlich ĂŒber der mittelfristig angepeilten Marke von 2,0 Prozent, bei der die EZB ihr wichtigstes Ziel gewahrt sieht: fĂŒr einen stabilen Euro zu sorgen und so die Kaufkraft der Menschen zu erhalten.

Auch 2027 mit 2,5 Prozent und 2028 mit 2,1 Prozent wird bei der Inflation nach EinschÀtzung der EZB die Zielmarke verfehlt werden. Im August waren die Verbraucherpreise im Euroraum nach erster SchÀtzung der Statistikbehörde Eurostat 3,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das ist die höchste Teuerungsrate seit September 2023.

Mit dem Iran-Krieg sind die Energiepreise im Euroraum stark gestiegen, was Autofahrer beim Tanken und Hausbesitzer beim Heizen spĂŒren. Der Preis fĂŒr Brent-Öl stieg zuletzt ĂŒber die Marke von 100 Dollar je Barrel (159 Liter).

Wirtschaft hÀlt sich robuster als erwartet

Zugleich wird die EZB etwas optimistischer, was das Wirtschaftswachstum angeht: FĂŒr 2026 veranschlagt sie nun ein Plus von 0,9 Prozent, bei der Prognose vor drei Monaten waren es noch 0,8 Prozent. Auch die Erwartungen fĂŒr 2027 wurden etwas erhöht auf 1,4 Prozent Wachstum. 2028 rechnet die EZB dann mit einem Plus von 1,5 Prozent im Euroraum.

Trotz des Ölpreisschocks ist die Wirtschaft im WĂ€hrungsraum im zweiten Quartal 2026 um 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen, auch Europas grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft Deutschland entwickelte sich mit drei Wachstumsquartalen in Folge besser als erwartet.

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