WDH, Vermieter

WDH: Vermieter beklagen ausbleibende Mietzahlungen von Galeria

20.04.2026 - 13:09:11 | dpa.de

(fehlendes Wort im letzten Absatz ergĂ€nzt)BERLIN/DÜSSELDORF - Die Warenhauskette Galeria hat offenbar Probleme, ihre Mieten zu zahlen.

(fehlendes Wort im letzten Absatz ergÀnzt)

BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Warenhauskette Galeria hat offenbar Probleme, ihre Mieten zu zahlen. Laut einem Bericht der "Immobilien Zeitung" beklagen mehrere Vermieter, dass Mietzahlungen fĂŒr April nicht eingegangen sind. In einigen FĂ€llen soll Galeria zudem um eine Stundung gebeten haben.

Betroffen ist unter anderem die Filiale am Berliner Alexanderplatz, deren Immobilie der Commerz Real gehört. Die April-Miete sei bislang nicht gezahlt worden, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Wir beobachten das mit Sorge. Bisherige Kontaktversuche sind ins Leere gelaufen. Es ist niemand erreichbar, so dass wir uns fragen, wie es jetzt weitergeht", sagte er.

Sollte die Miete weiter ausfallen, mĂŒsse man einen Alternativmieter suchen. Es gebe Interesse von namhaften EinzelhĂ€ndlern, so der Sprecher weiter. Man versuche jedoch weiterhin auf allen KanĂ€len, mit Galeria ins GesprĂ€ch zu kommen. Beide Seiten hatten sich erst im Februar auf eine VerlĂ€ngerung der sogenannten Nutzungsvereinbarung bis Ende MĂ€rz 2027 verstĂ€ndigt. Darin sind auch die Mietkonditionen geregelt.

Ein weiteres Unternehmen bestĂ€tigte der dpa, dass die Miete fĂŒr April bislang nicht pĂŒnktlich und vollstĂ€ndig eingegangen sei. Galeria teilte auf Nachfrage dazu lediglich mit: "Bitte haben Sie VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass wir Fragen zu internen Vertragsdetails sowie zu laufenden GesprĂ€chen und Verhandlungen nicht kommentieren."

Filialschließungen möglich

Im MĂ€rz war bekanntgeworden, dass bei Galeria neue Filialschließungen drohen. Die MietvertrĂ€ge von acht Standorten sollen neu verhandelt werden, wie der EinzelhĂ€ndler vor einigen Wochen mitteilte. "Sollte es nicht gelingen, eine fĂŒr beide Seiten tragfĂ€hige Lösung zu erreichen, die allen Parteien eine langfristige Zukunft eröffnet, besteht auch die Möglichkeit von Schließungen."

Betroffen sind Filialen in MĂŒnchen (Rotkreuzplatz), Berlin (KurfĂŒrstendamm, Hermannplatz), Köln (Hohe Straße, Breite Straße), Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. Galeria begrĂŒndete den Schritt mit der angespannten Lage im innerstĂ€dtischen Einzelhandel.

Galeria betreibt 83 WarenhĂ€user in Deutschland und beschĂ€ftigt rund 12.000 Menschen. Anfang 2024 hatte die Kette erneut Insolvenz anmelden mĂŒssen. GrĂŒnde waren die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa sowie hohe Mietkosten. Neun HĂ€user wurden im Sommer 2024 geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

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