'Feindseliges Signal': Trump fĂ€hrt MilitĂ€rĂŒbungen mit SĂŒdkorea zurĂŒck
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 05:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZudem lieĂ er durchklingen, dass die seit Jahren ĂŒblichen Manöver mit den sĂŒdkoreanischen StreitkrĂ€ften kĂŒnftig auch ganz entfallen könnten.
Er sei nicht glĂŒcklich darĂŒber, dass die USA vor langer Zeit solchen gemeinsamen Ăbungen zugestimmt hĂ€tten, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Diese sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an ein Land, das - solange er PrĂ€sident gewesen sei - keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe. "Deshalb, und weil es zu spĂ€t fĂŒr eine Absage ist, habe ich Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen MilitĂ€rĂŒbungen deutlich zu reduzieren!".
SĂŒdkorea und die USA trainieren jĂ€hrlich zusammen, um die gemeinsame VerteidigungsfĂ€higkeit zu festigen. Die neueste Auflage des Manövers soll heute beginnen.
Trump: Wir zahlen fĂŒr GroĂteil der Ăbungen
Erst am Samstag hatte Trump ein Bild von sich Seite an Seite mit Nordkoreas Machthaber verbreitet und das gute VerhĂ€ltnis zu Kim betont. In seinem neusten Post betonte er auch, dass die MilitĂ€rĂŒbungen kostspielig seien und ein GroĂteil dieser Kosten von den USA getragen werde. Trump erwĂ€hnte zudem, dass SĂŒdkorea kĂŒrzlich seine Bitte abgelehnt habe, sich den BemĂŒhungen um eine Denuklearisierung des Irans anzuschlieĂen.
Der US-PrĂ€sident suchte in der Vergangenheit immer wieder Kontakt zu Nordkoreas Machthaber und traf ihn wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit mehrfach zu GesprĂ€chen. Bei einem Gipfeltreffen in Hanoi im Jahre 2019 reiste Kim nach einem diplomatischen Eklat vorzeitig ab. Als Trump in seiner zweiten Amtszeit im Herbst 2025 auf Asien-Reise unterwegs war, Ă€uĂerte er Interesse an einem weiteren Treffen mit Kim, das seither aber nicht zustande kam.
Bislang hĂ€lt die US-Regierung an ihrem erklĂ€rten Ziel fest, Nordkorea nuklear vollstĂ€ndig abzurĂŒsten. Das weitgehend abgeschottete Land wird wegen seines Atomprogramms mit weitreichenden UN-Sanktionen sowie zusĂ€tzlichen US-Sanktionen belegt. So ist es Nordkorea gemÀà Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsĂ€tzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Dass es zuletzt trotzdem erneut mehrere Raketentests gab, werteten Experten als Machtdemonstration und Zeichen des Protests gegen die jĂ€hrlichen MilitĂ€rĂŒbungen der amerikanischen und sĂŒdkoreanischen StreitkrĂ€fte.
