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Ferrari 296 GTB von Ferrari - Plug-in-Hybrid mit 830 PS im Fokus

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 09:17 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Ferrari 296 GTB kombiniert einen 2,9-Liter-V6 mit E-Motor zu 830 PS Systemleistung und bis zu rund 25 Kilometern elektrischer Reichweite. Wer Ferrari N.V. Aktien (ISIN NL0011585146) hÀlt, sollte dieses Produkt kennen.

Ferrari, NL0011585146, Illustration mit AI erstellt.
Ferrari, NL0011585146, Illustration mit AI erstellt.

Ferrari 296 GTB steht in der Boxengasse, die Carbon-Keramik-Bremsen noch warm, der Geruch von Gummi und Benzin in der Luft. Ein Ingenieur wischt sich den Schweiß von der Stirn und schlĂ€gt die flache FahrertĂŒr zu, die bĂŒndig ins Blech fĂ€llt. Noch bevor der V6 zĂŒndet, hört man nur das leise Surren des E-Motors – ein Ferrari, der elektrisch aus der Box rollt.

Technisches Herz mit V6 und E-Motor

Unter der Glasabdeckung des Ferrari 296 GTB sitzt ein 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 120-Grad-Bankwinkel, intern F163 genannt, kombiniert mit einem axial-flussgeregelten E-Motor zwischen Verbrenner und dem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Zusammen liefern beide Aggregate eine Systemleistung von rund 830 PS und etwa 740 Nm Drehmoment auf die Hinterachse.

Produktchef Michael Leiters, damals Chief Technology Officer von Ferrari, betonte bei der Vorstellung, dass der 296 GTB als „Effizienz-Monster“ konzipiert wurde, ohne die typische Drehfreude aufzugeben. Der V6 allein bringt etwa 663 PS, der E-Motor steuert etwa 167 PS bei, womit der 296 GTB in den Bereich klassischer V8-Ferrari stĂ¶ĂŸt. Die Leistungsentfaltung wirkt laut Testern sehr linear, der E-Boost fĂŒllt das Drehmomentloch der Turbos nahezu vollstĂ€ndig.

Fahrleistungen und Hybridmodus im Alltag

Laut Hersteller spurtet der Ferrari 296 GTB in etwa 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht rund 330 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die 0-200-km/h-Zeit liegt im Bereich von 7,3 Sekunden, wodurch der Wagen sich in einer Liga mit vielen reinverbrennenden Supersportwagen bewegt. Die Hochvoltbatterie hat eine KapazitÀt von rund 7,45 kWh, platziert im Unterboden hinter den Sitzen.

Im reinen E-Modus fĂ€hrt der 296 GTB bis zu etwa 25 Kilometer lokal emissionsfrei, abhĂ€ngig von Fahrweise und Bedingungen. Ein Tester von „Auto, Motor und Sport“ berichtete, dass sich der Wagen im Hybridbetrieb in der Stadt fast wie ein Gran Turismo anfĂŒhlt, solange die Drehzahl niedrig bleibt und nur der E-Motor die HinterrĂ€der bewegt. Beim Übergang zu „Performance“- oder „Qualify“-Modus tritt der V6 deutlich in den Vordergrund, der E-Motor wird vor allem zum kurzfristigen Boost genutzt.

Vertiefen & einordnen

Ferrari N.V. und der Hybridkurs mit dem 296 GTB

Mehr HintergrĂŒnde zur Bedeutung des Ferrari 296 GTB fĂŒr das GeschĂ€ftsmodell von Ferrari N.V. finden Sie in unseren Nachrichten zur Aktie und auf der offiziellen Investor-Relations-Seite des Herstellers.

Chassis, Fahrdynamik und Aerodynamik

Das Chassis des Ferrari 296 GTB setzt auf eine Aluminiumstruktur mit hoher Torsionssteifigkeit, um die zusĂ€tzlichen Massen der Hybridtechnik auszugleichen. Die Batterie ist tief positioniert, der Schwerpunkt rĂŒckt trotz der Elektrifizierung kaum nach oben. Das Leergewicht bleibt daher bei etwa 1.470 Kilogramm trocken, je nach Ausstattung liegt das Fahrzeuggewicht etwas höher.

Ferrari nutzt beim 296 GTB eine aktive Aerodynamik mit ausfahrbaren Elementen am Heck, um den Abtrieb in schnellen Kurven gezielt zu erhöhen. Ein Testfahrer von „Top Gear“ beschrieb, dass der Wagen bei hohen Geschwindigkeiten „fest in der Spur“ bleibt, ohne nervöse Bewegungen im Lenkrad. Gleichzeitig bilden die breiten 20-Zoll-RĂ€der mit optionalen Michelin-Performance-Reifen die mechanische Basis, um die Kraft sicher auf die Straße zu bringen.

Innenraum, HMI und Bedienkonzept

Im Cockpit des Ferrari 296 GTB fĂ€llt zuerst das kompakte Lenkrad mit integrierten Manettino-Schaltern auf, ĂŒber die sich Fahrmodi wie eDrive, Hybrid, Performance und Qualify steuern lassen. Ein großer, digitale Instrumentencluster ersetzt klassische Analoganzeigen, Geschwindigkeit und Drehzahl werden grafisch aufbereitet und bei Bedarf um Energieflussschemata ergĂ€nzt. Der Geruch von Leder und Alcantara ist prĂ€sent, gleichzeitig wirken die Tastenfelder bewusst reduziert.

Chefdesigner Flavio Manzoni erlĂ€uterte in einem Interview, dass der Übergang zur Hybridtechnik besonders im HMI sichtbar sein soll, ohne den Fahrer zu ĂŒberfordern. Es gibt separate Anzeigen fĂŒr den Ladestand der Batterie und den Energiefluss zwischen E-Motor, Batterie und Hinterachse. Ein Infotainment-Display fĂŒr Beifahrer lĂ€sst sich optional hinzufĂŒgen, bleibt aber klar vom Fahrerscreen getrennt.

Design, Positionierung und Kundenperspektive

Designseitig orientiert sich der Ferrari 296 GTB an klassischen Berlinetta-Proportionen: Lange Front, kompaktes Heck, kurze ÜberhĂ€nge. Die schmalen LED-Scheinwerfer, die tief sitzende Frontlippe und die seitlich integrierten LufteinlĂ€sse verweisen laut Ferrari bewusst auf die historischen Modelle der 1960er-Jahre. Gleichzeitig bricht die LinienfĂŒhrung mit der breiteren Schulterpartie und der hohen Heckkante gegenĂŒber Ă€lteren V8-Modellen.

Ferrari positioniert den 296 GTB als zweisitzigen Mittelmotor-Sportwagen unterhalb der SF90-Stradale, aber deutlich oberhalb der frĂŒheren F8 Tributo. FĂŒr Kunden bedeutet das: hohe Alltagstauglichkeit im Hybridmodus, kombiniert mit RennstreckenqualitĂ€ten im Performance-Modus. Ein Ferrari-HĂ€ndler in Mailand berichtete gegenĂŒber der Fachpresse, dass viele Kunden den elektrischen Fahrmodus vor allem fĂŒr frĂŒhe Fahrten in Wohngebieten schĂ€tzen, um „den Nachbarn nicht jeden Morgen wach zu trompeten“.

Preis, Markt und Wettbewerbsumfeld

Der Basispreis des Ferrari 296 GTB liegt laut europĂ€ischen Preislisten im Bereich von etwa 269.000 Euro vor Steuern und Optionen. Mit Sonderausstattungen wie dem Assetto-Fiorano-Paket, Carbonteilen und individuellen Lackierungen kann der Endpreis deutlich darĂŒber liegen. FĂŒr MĂ€rkte außerhalb Europas variieren die Preise, in den USA starten Angebote laut Branchenportalen bei rund 320.000 US-Dollar.

Im Wettbewerbsumfeld trifft der 296 GTB auf Modelle wie den McLaren Artura, ebenfalls ein V6-Plug-in-Hybrid, sowie auf den Lamborghini HuracĂĄn mit reinem V10. Anders als diese verzichtet Ferrari auf einen Allradantrieb, um das Gewicht zu begrenzen und die typische Heckantriebscharakteristik zu erhalten. FĂŒr Privatanleger ist wichtig: Der 296 GTB gehört zur wachstumsstarken Sportwagen-Sparte, die hohe Margen fĂŒr Ferrari generiert.

Hybridstrategie und Bedeutung fĂŒr Ferrari Aktie

Strategisch betrachtet passt der Ferrari 296 GTB in die Hybrid-Roadmap des Unternehmens, mit dem Ziel, den Flotten-CO2-Ausstoß zu reduzieren und gleichzeitig die Leistung zu steigern. Ferrari hatte angekĂŒndigt, bis Ende der Dekade einen hohen Anteil seiner Modelle als Hybrid oder Elektrofahrzeuge anzubieten. Der 296 GTB ist dabei eine KernsĂ€ule unterhalb der SF90-Hybridmodelle und bildet die Basis fĂŒr weitere Derivate.

Die Ferrari N.V. Aktie ist an der Borsa Italiana in Mailand und an der New York Stock Exchange notiert, wobei der Kurs auch von der Nachfrage im Segment der Sportwagen wie dem 296 GTB beeinflusst wird. FĂŒr Anleger bleibt der 296 GTB ein relevanter Umsatz- und Margentreiber im Sportwagenportfolio, auch wenn einzelne Modellzahlen offiziell nicht im Detail kommuniziert werden.

Ferrari 296 GTB - Fakten im Überblick

  • Produkt: Ferrari 296 GTB
  • Hersteller: Ferrari N.V.
  • Kategorie: Sportwagen / Plug-in-Hybrid
  • MarkteinfĂŒhrung: PrĂ€sentation 2021, Auslieferung ab 2022
  • UVP / Preis: rund 269.000 Euro (Europa, Basis)
  • VerfĂŒgbarkeit: Bestellung ĂŒber Ferrari-HĂ€ndlernetz, Lieferzeiten je nach Markt
  • Zielgruppe: vermögende Sportwagenkunden mit Interesse an Hybridtechnik
  • Besonderheit / USP: erster zweisitziger V6-Plug-in-Hybrid-Sportwagen von Ferrari mit 830 PS Systemleistung

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