Figure AI: Roboter Helix 02 rĂ€umt autonom auf und ĂŒberzeugt bei BMW
12.03.2026 - 06:02:16 | boerse-global.de
Der kalifornische KI-Roboter-Hersteller Figure AI demonstriert mit seinem System Helix 02 erstmals zuverlĂ€ssige Autonomie im Haushalt â und punktet parallel mit harten Industrie-Erfolgsdaten bei BMW. Diese Doppelstrategie könnte den Markt fĂŒr humanoide Roboter neu ordnen.
Ein Roboter, der denkt, statt nur zu folgen
Am 9. MĂ€rz veröffentlichte das Startup ein Video, das fĂŒr Furore sorgt: Der humanoide Roboter Helix 02 rĂ€umt ein komplettes Wohnzimmer auf, ohne vorprogrammiert zu sein oder ferngesteuert zu werden. Er sammelt Spielzeug, wischt einen Tisch ab und schaltet sogar die Fernbedienung fĂŒr den Fernseher aus. Entscheidend ist die zugrundeliegende Technik: Eine einzige kĂŒnstliche Intelligenz steuert alle Bewegungen in Echtzeit, basierend auf dem, was die Roboter-Kamera sieht.
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Musk zweifelt â GrĂŒnder Adcock kontert
Die KomplexitĂ€t der Demonstration war so beeindruckend, dass sie prompt Zweifel an der Echtheit der Autonomie weckte. Tesla-Chef Elon Musk fragte öffentlich in den sozialen Medien nach, ob ein Mensch im Hintergrund die FĂ€den ziehe. Figure-AI-GrĂŒnder Brett Adcock konterte noch am selben Tag: Das System arbeite vollstĂ€ndig autonom. Diese BestĂ€tigung ist ein wichtiger Meilenstein in einer Branche, die in der Vergangenheit oft fĂŒr geschönte âTeleoperationsâ-VorfĂŒhrungen kritisiert wurde.
Die Technik: Eine KI ersetzt 100.000 Codezeilen
Der Fortschritt wird durch ein neuartiges Vision-Language-Action-Modell ermöglicht. Es ersetzt ĂŒber 100.000 Zeilen traditionellen Steuerungscodes durch eine einheitliche neuronale Architektur. Diese verarbeitet visuelle und sprachliche Eingaben, plant Aufgaben und ĂŒbersetzt sie in prĂ€zise Motorik â alles direkt auf der Hardware des Roboters. So kann er nahtlos zwischen Gehen, BĂŒcken und Greifen wechseln, ohne auf eine Cloud-Verbindung angewiesen zu sein.
BewÀhrungsprobe bestanden: 1,2 Millionen Schritte bei BMW
WĂ€hrend Helix 02 den Haushalt erobert, hat die Hardware von Figure AI in der Industrie bereits ihre ZuverlĂ€ssigkeit unter Beweis gestellt. Bei einem elfmonatigen Pilotprojekt im BMW-Werk Spartanburg (USA) arbeiteten Figure-02-Roboter in Zehn-Stunden-Schichten. Sie positionierten prĂ€zise Blechteile fĂŒr SchweiĂprozesse und bewegten ĂŒber 90.000 Komponenten. Mit diesem Erfolg im RĂŒcken weitet BMW seine KI-Strategie nun auf Europa aus und startet ein neues Pilotprogramm im Werk Leipzig.
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Wettlauf um die Vorherrschaft im Roboter-Markt
Die Doppelerfolge katapultieren Figure AI in eine starke Position. Doch der globale Wettbewerb ist hart. Chinesische Hersteller wie AgiBot und Unitree stellen derzeit noch die Mehrheit aller weltweit eingesetzten humanoiden Roboter. Die Herausforderung fĂŒr das milliardenschwere Startup wird nun sein, die Produktion hochzuskalieren. Experten sind sich einig: Roboter, die sowohl im Wohnzimmer als auch in der Fabrikhalle komplexe Aufgaben ĂŒbernehmen, sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern greifbare RealitĂ€t.
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