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Firefly Aerospace Aktie: 31,75% Rückgang in 30 Tagen

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 11:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Trotz NASA-Großauftrag für Mondmissionen leidet Firefly Aerospace unter einer Sammelklage und einem schwachen Marktumfeld. Der Aktienkurs fiel zuletzt stark.

Firefly Aerospace: NASA-Auftrag und Sammelklage belasten Aktie
Abstrakte Darstellung der Luft- und Raumfahrtindustrie mit einem Gefühl des Marktrückgangs durch dunkle, kühle Töne. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während bedeutende Erfolge bei der Auftragsvergabe durch die US-Raumfahrtbehörde NASA vermeldet wurden, belasten juristische Untersuchungen und ein schwieriges Marktumfeld die Stimmung der Anleger. Im Zentrum der Unsicherheit steht eine Untersuchung im Rahmen einer Sammelklage, die den Aktienkurs zuletzt massiv unter Druck setzte.

Sammelklage und operative Verluste belasten den Kurs

Laut Berichten von TipRanks und Yahoo Finance sieht sich Firefly Aerospace (Börsenkürzel: FLY) einer Untersuchung wegen einer Wertpapier-Sammelklage gegenüber. Diese bezieht sich auf das Alpha-Raketenprogramm sowie auf Aussagen, die im Zusammenhang mit dem Börsengang getätigt wurden. Diese rechtlichen Unsicherheiten überschatten derzeit den operativen Fortschritt des Unternehmens.

Der aktuelle Kurs der Aktie liegt bei 19,65 €, was einem leichten Tagesplus von 0,61 % entspricht. Dennoch zeichnet die mittelfristige Entwicklung ein deutlich negativeres Bild: In den letzten 30 Tagen verzeichnete das Papier einen Rückgang von 31,75 %. Damit notiert der Wert weit unter seinem 52-Wochen-Hoch von 56,50 €, das am 27. Mai 2026 markiert wurde. Auch der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 30,79 € verdeutlicht mit einem Minus von 36,17 % den jüngsten Abwärtstrend.

Finanziell bleibt die Lage für den Raketenbauer angespannt. Bei einem Umsatz von 184,88 Millionen US-Dollar in den letzten zwölf Monaten wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 358,36 Millionen US-Dollar aus. Trotz dieser Verluste verfügt Firefly über einen soliden Auftragsbestand, der dem Titel eine gewisse grundlegende Unterstützung bietet.

NASA-Großauftrag für Mondmission 2028

Einen massiven Erfolg konnte Firefly Aerospace hingegen bei der staatlichen Auftragsvergabe verbuchen. Wie ScienceDaily und NASA berichten, gehört das Unternehmen zu einer Gruppe von drei kommerziellen Anbietern, die den Zuschlag für vier neue Mondlandemissionen Ende 2028 erhalten haben. Das Gesamtauftragsvolumen der NASA beläuft sich auf knapp 600 Millionen US-Dollar.

Auf Firefly Aerospace entfallen dabei 144,2 Millionen US-Dollar. Im Rahmen des Programms sollen drei spezifische wissenschaftliche Instrumente zum Erdtrabanten transportiert werden: SCALPSS zur Untersuchung von Mondstaub, der Laser-Reflektor LRA sowie der Strahlungsmonitor LETS. Diese Missionen sind Teil der Vorbereitungen für eine permanente Mondbasis, die laut NASA bis zum Jahr 2030 realisiert werden soll. NASA-Administrator Jared Isaacman kündigte in diesem Zusammenhang weitreichende Reformen und eine verstärkte Zusammenarbeit mit privaten Akteuren an.

Expansion und branchenweiter Ausverkauf

Parallel zu den wissenschaftlichen Erfolgen treibt Firefly seine Expansionspläne voran. Das Unternehmen sicherte sich einen Kredit der Export-Import Bank der USA (EXIM) in Höhe von 110 Millionen US-Dollar, um den Standort in Texas auszubauen. Zudem wurde die Übernahme der Firma Space-ng bekannt gegeben, was die technologische Basis verbreitern soll.

Dennoch konnte sich die Aktie dem allgemeinen Abwärtstrend im Raumfahrtsektor am 13. Juli 2026 nicht entziehen. Laut TS2.tech verloren die führenden Unternehmen der Branche an diesem Tag insgesamt rund 89 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung. Neben Firefly waren auch Schwergewichte wie SpaceX und Rocket Lab betroffen. Als Auslöser für diesen Sektor-Ausverkauf gelten der erfolgreiche Test der wiederverwendbaren Rakete Long March 10B durch China sowie ein Anstieg der Ölpreise.

Die Marktkapitalisierung von Firefly Aerospace beläuft sich aktuell auf umgerechnet 3,47 Milliarden €. Mit einem RSI von 32,9 bewegt sich der Titel nahe der überverkauften Zone, während die jährliche Volatilität mit 111,03 % weiterhin eine extrem hohe Schwankungsanfälligkeit der Aktie widerspiegelt.

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