Firmen beobachten mehr Angriffe auslÀndischer Geheimdienste
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 11:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas deckt sich mit der EinschĂ€tzung des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz (BfV), das seit einigen Monaten auf eine erhöhte GefĂ€hrdung hinweist. Nach Angaben des IT-Branchenverbands Bitkom sahen von den Unternehmen, die Sabotage, Spionage oder Diebstahl erlebt haben, 37 Prozent einen auslĂ€ndischen Nachrichtendienst am Werke, nach 28 Prozent im Vorjahr. 62 Prozent der Betroffenen erlebten Angriffe durch kriminelle Banden, ein RĂŒckgang um sechs Prozentpunkte gegenĂŒber 2025. Jeweils acht Prozent der Unternehmen erlebten Angriffe von Kunden beziehungsweise Lieferanten. Mehrfachnennungen waren möglich.
Der Branchenverband hat fĂŒr seinen aktuellen Wirtschaftsschutzbericht rund 1.000 FĂŒhrungskrĂ€fte und IT-Verantwortliche in diesem FrĂŒhjahr gefragt, ob ihr Unternehmen binnen eines Jahres von Diebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen war oder nicht. 67 Prozent der Befragten berichteten von entsprechenden VorfĂ€llen; weitere 29 Prozent gaben an, das eigene Unternehmen sei "vermutlich betroffen" gewesen.
Die meisten Angriffe gingen von TĂ€tern in Russland und China aus
Von den Betroffenen gaben 52 Prozent an, der Angriff sei von China aus gestartet worden. In 49 Prozent der FĂ€lle gehen die Firmen davon aus, dass sich der Angreifer in Russland aufhielt.
Mehr Unklarheit
In den zwei Jahren zuvor war der Anteil der FĂŒhrungskrĂ€fte, die einen solchen Angriff nicht mit Sicherheit erkennen, sondern lediglich vermuten konnten, mit jeweils zehn Prozent geringer gewesen. Wohl auch deshalb ist die Schadenssumme fĂŒr die deutsche Wirtschaft durch Angriffe im digitalen und analogen Raum mit mindestens 211 Milliarden Euro diesmal geringer als in den Jahren zuvor. 2025 waren es rund 289 Milliarden Euro gewesen, 2024 lag die Summe der entstandenen SchĂ€den bei 266,6 Milliarden Euro.
