Fischkonsum nimmt ab, Preise stabilisieren sich
Veröffentlicht am: 26.08.2025 um 16:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBestÀndige Fischpreise im vergangenen Jahr steigerten die Konsumlaune nicht merklich, wie neue Zahlen des Fisch-Informationszentrums (FIZ) nahelegen. Das FIZ ist ein Verband der deutschen Fischwirtschaft und sitzt Hamburg.
Nach vorlĂ€ufigen Zahlen fiel der Pro-Kopf-Verbrauch 2024 im Vergleich zum Vorjahr von 13,4 auf 12,8 Kilogramm. "Im internationalen Vergleich steht Deutschland damit leider immer noch am unteren Ende", sagte die FIZ-Vorsitzende Petra Weigl. Schon 2023 war ein RĂŒckgang verzeichnet worden - damals um ein Kilogramm (2022: 14,4 Kilogramm).
GrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang gehen aus der Mitteilung nicht hervor. Das FIZ sprach davon, dass sich der Konsum auf Vorjahresniveau bewege.
Ministerium gibt Verbrauch etwas niedriger an
Das Bundeslandwirtschaftsministerium gab den Verbrauch von Fisch pro Kopf auf seiner Website vorlĂ€ufig mit 12,1 Kilogramm an - und damit niedriger. Die unterschiedliche Zahl ist dem FIZ bekannt. FIZ-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Meyer verwies darauf, dass der Verband einen Sondereffekt aus Ende 2023 - damals lagerten Hersteller WeiĂfisch wie Alaska-Seelachs ein - dem Berichtsjahr 2024 zugeordnet hatte.
Fischpreise bleiben bestÀndig
Die Fischpreise liegen mit durchschnittlich 12,1 Euro pro Kilogramm auf dem Niveau von 2023. "Das hat natĂŒrlich auch fĂŒr den Absatz verholfen", sagte Weigl. Die höchsten Preise erzielt gerĂ€ucherter Fisch mit im Schnitt 21,55 Euro je Kilogramm. FĂŒr frischen Fisch zahlen Kunden 18,59 Euro das Kilo. Am gĂŒnstigsten ist Fisch aus der Konserve, der im Schnitt 7,69 Euro pro Kilogramm kostet. Marinierter Fisch (8,28 Euro/Kilo) ist auch eher preiswert.
Bislang kein Preisanstieg 2025
In der ersten JahreshĂ€lfte seien PreissprĂŒnge ausgeblieben, sagte Meyer. Das suggerierten Daten des Marktforschungsinstituts YouGov, die das FIZ bezieht. "Das OstergeschĂ€ft ist immer sehr entscheidend", sagte sie. Aber eine gute Aussage zu 2025 lasse sich erst treffen, wenn Daten aus dem WeihnachtsgeschĂ€ft vorlĂ€gen. Dies sei im FrĂŒhjahr 2026 der Fall.
Lachs ist der beliebteste Fisch
Der beliebteste Fisch der Deutschen ist nach Zahlen des FIZ unverĂ€ndert der Lachs mit einem Marktanteil von 22,6 Prozent. Es folgt der Alaska-Seelachs, auf den etwa jeder fĂŒnfte Verkauf (19,8 Prozent) entfĂ€llt. Weigl sagte, Alaska-Seelachs sei der Hauptfisch fĂŒr TiefkĂŒhlprodukte wie FischstĂ€bchen und Schlemmerfilets. Auf Platz drei liegt der Thunfisch (14,6 Prozent). Neu sei, dass andere Fischarten wie Pangasius und Kabeljau hĂ€ufiger auf den Teller kĂ€men, sagte Weigl.
Discounter verkaufen etwa die HĂ€lfte des Fisches
Verbraucher erwarben Fisch vergangenes Jahr vor allem in Discountern; etwa die HÀlfte aller KÀufe entfiel auf sie, wie das FIZ mitteilte. Super- und VerbrauchermÀrkte folgten mit einem Anteil von 40 Prozent. FischfachgeschÀfte halten vier Prozent des Marktes. "Es ist sehr schade, dass die Verbraucher sich dort relativ wenig eindecken", sagte Weigl.
