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AKTIEN IM FOKUS 2: Rüstungswerte schwach - Mögliche Ukraine-Initiative der USA

19.11.2025 - 15:30:24 | dpa.de

FRANKFURT - Die Aktien von Rheinmetall DE0007030009 sind am Mittwoch zeitweise auf das tiefste Niveau seit Ende August abgesackt.

(neu: Kursentwicklung, mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Rheinmetall DE0007030009 sind am Mittwoch zeitweise auf das tiefste Niveau seit Ende August abgesackt. Die Papiere der Düsseldorfer verloren in der Spitze fast acht Prozent auf 1.581 Euro. In der Folge rangen sie mit der 200-Tage-Durchschnittslinie, einem Indikator für den langfristigen Trend. Die Anteilscheine des Panzergetriebe-Herstellers Renk DE000RENK730 und des Radar-Spezialisten Hensoldt DE000HAG0005 verloren weniger deutlich, stehen aber im Chart insgesamt ähnlich wackelig da.

Für Verkaufsdruck sorgte eine mögliche neue US-Initiative, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff führt offenbar jeweils getrennte Gespräche mit der russischen und ukrainische Seite, wie die US-amerikanische Nachrichtenwebsite "Axios" bereits in der Nacht berichtete.

Vom US-Sender "ABC" hieß es dann am Nachmittag, dass hochrangige US-Militärs für Friedensgespräche in der Ukraine angekommen seien und möglicherweise bald auch russische Offizielle treffen könnten.

Zuletzt dämmten die Rüstungswerte die Kursverluste aber zumindest etwas ein. Denn an der Bedrohungslage und den langfristigen Aussichten der Wiederherstellung der europäischen Verteidigungsfähigkeit ändern solche Bemühungen wohl wenig. Viel entscheidender bleiben die Wachstumsziele der Konzerne, die Rheinmetall auf dem Kapitalmarkttag am Vortag bis 2030 beziffert hatte.

Analysten stockten daraufhin ihre Kursziele auf: die Experten von Morgan Stanley auf 2.500 Euro und Benjamin Heelan von der Bank of America (BofA) gar auf 2.540 Euro. Die ehrgeizigen Mittelfristziele lägen deutlich über den Konsensschätzungen und dürften diese entsprechend hochtreiben, schrieb Heelan.

Anleger hätten sich allerdings inzwischen eher an positive Überraschungen gewöhnt, kommentierte derweil Adrien Rabier vom Investmenthaus Bernstein Research die letztlich maue Kursreaktion auf den Kapitalmarkttag. Die mittelfristigen Ziele seien weitgehend wie erwartet ausgefallen. Dennoch hatten die Rheinmetall-Aktien tags zuvor noch den höchsten Stand seit vier Wochen erreicht.

Aus EU-Kreisen hieß es laut der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch, dass bekannt sei, dass es Gespräche der USA mit den beiden Kriegsparteien gebe, den neuen Plan habe man aber noch nicht gesehen. Aktuell scheine eher Russland ein Interesse an der Verbreitung solcher Nachrichten als einer Art erneutes Ablenkungsmanöver zu haben, nachdem der Druck durch die neuen US-Sanktionen gegen die Ölindustrie des Landes gewachsen sei.

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