Frankfurt Schluss: Dax steigt - Ifo-GeschÀftsklima nÀhrt Hoffnung
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 17:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuch fallende Ăl- und Gaspreise verliehen den Aktienbörsen RĂŒckenwind.
Der Dax DE0008469008, der sich am Vortag ĂŒber 26.000 Punkten behauptet hatte, legte zu Handelsschluss um 0,61 Prozent auf 26.266,14 ZĂ€hler zu. Damit kommt das vor knapp zwei Wochen erreichte Rekordhoch bei rund 26.574 Punkten wieder in Sichtweite. FĂŒr den MDax DE0008467416 mit den mittelgroĂen Unternehmen ging es um 0,74 Prozent auf 32.267,44 Punkte hinauf.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf. Das Ifo-GeschĂ€ftsklima als wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer fiel im August besser aus als von Analysten erwartet. Ăkonomen rechnen trotz der Folgen des Iran-Kriegs und der jĂŒngsten DĂŒrre mit einer Belebung der Wirtschaft. Auch fiel das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal etwas besser aus als in einer ersten SchĂ€tzung. Europas gröĂte Volkswirtschaft ist somit drei Quartale in Folge gewachsen.
"Offensichtlich profitiert die deutsche Wirtschaft von einer deutlich stĂ€rkeren Nachfrage aus dem Ausland", kommentierte Volkswirt Ralph Solveen von der Commerzbank die Ifo-Umfrage. Zudem dĂŒrfte der RĂŒckenwind von höheren Staatsausgaben in den nĂ€chsten Quartalen eher zunehmen.
In den Blick rĂŒcken nun allmĂ€hlich andere wichtige Ereignisse im Wochenverlauf. Dazu zĂ€hlen die Quartalszahlen von Nvidia US67066G1040 am Mittwoch und am Freitag die Rede von Fed-PrĂ€sident Kevin Warsh auf dem jĂ€hrlichen Notenbanktreffen in Jackson Hole. Vor den Nvidia-Zahlen zur Wochenmitte erholten sich am Dienstag Chipwerte etwas von ihrem schwachen Vortag. So gewannen Infineon DE0006231004 und Suss Microtec DE000A1K0235 1,3 respektive 1,5 Prozent.
Aktien von Siemens Energy DE000ENER6Y0 stiegen um 2,7 Prozent. HĂ€ndler verwiesen auf einen Bloomberg-Bericht, wonach der Elektrotechnikkonzern die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt hat, einen Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am DampfturbinengeschĂ€ft vorzubereiten. Die PlĂ€ne fĂŒr einen Verkauf seien nicht neu, die hohen Wertindikationen von ĂŒber 10 Milliarden Euro dĂŒrften den Aktienkurs aber begĂŒnstigen, hieĂ es.
Die Anteile von Adidas DE000A1EWWW0 und Puma DE0006969603 wurden von gesenkten GeschĂ€ftsprognosen von Dick's Sporting Goods US2533931026 belastet. Grund ist eine schwache Entwicklung der erst im vergangenen Jahr ĂŒbernommenen Kette Foot Locker. Adidas und Puma gaben um 1,7 beziehungsweise 1,2 Prozent nach.
Deutz DE0006305006 gewannen an der MDax-Spitze gut 11 Prozent. Die Analysten von Kepler Cheuvreux und Oddo BHF hatten ihre Kursziele fĂŒr den Motorenhersteller und neuerdings auch im RĂŒstungsgeschĂ€ft tĂ€tigen Konzern deutlich erhöht.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss am Dienstag moderat im Plus. AuĂerhalb der Eurozone legten die Leitbörsen in ZĂŒrich und London etwas stĂ€rker zu. In New York trat der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 zum europĂ€ischen Börsenschluss auf der Stelle, der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 verbuchte Gewinne./bek/he
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
