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Frankreich verstÀrkt Grenzkontrollen wegen Ceuta-Andrang

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 19:05 Uhr | dpa.de

(Neu: X-Post Macron und Details zur VerstÀrkung laut Innenminister (1.

und 2. Abs.))

PARIS (dpa-AFX) - Frankreich verschĂ€rft wegen des Andrangs von Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe PrĂ€sident Emmanuel Macron den Innenminister zu verstĂ€rkten Kontrollen an der spanischen Grenze aufgefordert, teilte der ÉlysĂ©e-Palast in Paris mit. Frankreich berate sich mit den spanischen und marokkanischen Behörden zu der Lage. Macron schrieb auf der Plattform X, er habe dem spanischen MinisterprĂ€sidenten jede notwendige Hilfe angeboten und SolidaritĂ€t bekundet.

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez teilte mit, er habe bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverzĂŒglich zu verstĂ€rken. Außerdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbehörde fĂŒr Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus KrĂ€ften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle. Zur VerstĂ€rkung wĂŒrden am Freitag 184 Polizisten mobilisiert, ab Samstag steige die Zahl auf 334 Polizisten und Gendarmen, so Nuñez. Außerdem wĂŒrden drei Flugzeuge zur LuftĂŒberwachung sowie Drohnen eingesetzt und Patrouillen in den ZĂŒgen auf der französisch-spanischen Bahnstrecke verstĂ€rkt.

Frankreich kontrolliert Grenzen seit 2015

Frankreich hatte Kontrollen an seinen Grenzen nach den islamistischen AnschlĂ€gen 2015 aus TerrorschutzgrĂŒnden eingefĂŒhrt und die jeweils fĂŒr sechs Monate möglichen Kontrollen immer wieder verlĂ€ngert. In der letzten Mitteilung an die EU-Kommission begrĂŒndete Frankreich die VerlĂ€ngerung der Kontrollen mit der Terrorgefahr, einer Zunahme antisemitischer Angriffe sowie SchleuserkriminalitĂ€t.

In Ceuta ist die Lage weiter angespannt. In den vergangenen Tagen haben Zehntausende Menschen die Exklave von Marokko aus ĂŒberwiegend schwimmend erreicht.

Obwohl Marokko 1956 die UnabhĂ€ngigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven, Ceuta und Melilla. In der NĂ€he beider Gebiete warten oft Tausende Menschen - vorwiegend aus LĂ€ndern sĂŒdlich der Sahara - auf eine Gelegenheit, in das Gebiet zu gelangen, das zur EU, aber nicht zum Schengenraum gehört.

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