FTSE, PageGroup

FTSE 100: PageGroup sticht heraus

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 20:07 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Londoner Leitindex trotzt geopolitischen Spannungen. PageGroup überrascht mit starkem Gewinn und treibt die Aktie um 25,5 Prozent an.

FTSE 100 stabil trotz Ölpreissprung: PageGroup als Tagesgewinner
Ein stilisiertes Diagramm mit Aufwärtstrend und dem Namen PageGroup vor der Skyline des Londoner Finanzviertels. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während im Nahen Osten die Spannungen weiter eskalieren, blieb der Londoner Leitindex am Montag erstaunlich gelassen. Der FTSE 100 schloss nahezu unverändert – ein Kunststück angesichts eines Ölpreises, der binnen Stunden kräftig anzog. Ein Einzeltitel sorgte dabei für den eigentlichen Wirbel im Index.

Die USA hatten über das Wochenende erneut Ziele im Iran angegriffen, um die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz zu schützen. Teheran reagierte mit Vergeltungsschlägen gegen mehrere Golfstaaten, darunter Bahrain, Kuwait und Katar. Die Brent-Notierung sprang im Tagesverlauf um rund 6 Prozent nach oben – Anleger preisen damit ein erhöhtes Risiko für Lieferunterbrechungen ein. Trotz dieser Nachrichtenlage hielt sich der FTSE 100 stabil, nachdem er zur Mittagszeit noch mit gut zehn Punkten im Minus bei 10.486,74 gelegen hatte.

PageGroup als Ausreißer nach oben

Den größten Sprung des Tages legte der britische Personaldienstleister PageGroup hin. Die Aktie schoss um 25,5 Prozent nach oben, nachdem der Bruttogewinn im zweiten Quartal die Markterwartungen deutlich übertroffen hatte. Auch Grafton Group, Eigentümerin der Baumarktkette Woodie's, legte rund 2 Prozent zu – das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose für das bereinigte Betriebsergebnis nach einem starken ersten Halbjahr.

Der Immobilienentwickler Derwent London gewann ebenfalls an Boden, nachdem er sich mit der Handelsbanken eine unbesicherte Kreditlinie über 100 Millionen Pfund gesichert hatte. Vodafone zählte tagsüber mit einem Plus von knapp 4,5 Prozent zu den stärkeren Werten, während Ölkonzerne wie BP und Shell von den steigenden Rohstoffpreisen profitierten.

Auf der Verliererseite drückten IG Group, AstraZeneca und Rolls-Royce Holdings den Index. Die Handelsplattform IG Group verlor rund 3 Prozent, ohne dass ein konkreter Auslöser erkennbar war.

Für die neue Handelswoche rückt nun die US-Berichtssaison in den Vordergrund. Am Dienstag legen Goldman Sachs und JPMorgan Chase ihre Quartalszahlen vor – Impulse, die auch in London genau beobachtet werden dürften, sollte sich die Lage am Golf nicht weiter zuspitzen.

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