Gewerkschaft nach Angriff in Zug: Bodycams sind wirksamste PrÀvention
09.02.2026 - 17:44:33 | dpa.de"Die Forderungen sind nichts Neues, es geht darum, es anzugehen", sagte EVG-GeschĂ€ftsstellenleiter Lars Kreer in Mainz. Das Thema dĂŒrfe jetzt nicht versanden.
Bereits Anfang 2024 hĂ€tten bei einer Sicherheitsbefragung des Personals 98 Prozent angegeben: "Eine Doppelbesetzung wĂŒrde uns helfen", berichtete Kreer. Bis zur Erreichung dieses Ziel sei es aus EVG-Sicht eine kurzfristige Lösung, in einigen ZĂŒge eine Doppelbesetzung zu haben und in anderen ganz auf einen Zugbegleiter zu verzichten.
Bei den Bodycams kommt es auch auf den Ton an
SOS-Knöpfe, Selbstverteidigung und selbst Pfefferspray oder Elektroschockpistolen (Taser) kĂ€men im Notfall zu spĂ€t, gab der fĂŒr die Region Westpfalz/Saarland zustĂ€ndige Gewerkschafter Christian Böttcher zu Bedenken. "Die einzige PrĂ€ventionsmaĂnahme ist die Bodycam." Sie wirke auf viele Angreifer deeskalierend, es mĂŒsse aber - anders als bei den bisherigen GerĂ€ten - möglich sein, den Ton aufzuzeichnen.
Fahrkarten sollten wieder in den ZĂŒgen verkauft werden, forderten mehrere Gewerkschaftsvertreter. Das wirke bei einer Fahrkartenkontrolle von vornherein deeskalierend.
MutmaĂlicher TĂ€ter sitzt nach Attacke in U-Haft
Ein 36 Jahre alter Bahnmitarbeiter war bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz von einem Mann ohne gĂŒltiges Ticket mit SchlĂ€gen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb spĂ€ter in einer Klinik. Der mutmaĂliche TĂ€ter, ein 26 Jahre alter griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft.
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