Garmin Aktie: EKG-App als Medizinprodukt zugelassen
17.05.2026 - 10:48:39 | boerse-global.deGarmin drückt bei Hardware und Software gleichzeitig aufs Tempo. Neue Laufuhren, engere iPhone-Anbindung und mehr Gesundheitsfunktionen sollen das eigene Ökosystem breiter machen. Für die Aktie kommt das in einer Phase, in der der Kurs zuletzt spürbar unter Druck stand.
Neue Laufuhren für Einsteiger
Im Fitness-Bereich erweitert Garmin die Forerunner-Reihe um die Modelle 70 und 170. Das Einstiegssegment bekommt damit frische Geräte, die vor allem Läufer ansprechen sollen.
Der Forerunner 70 kommt mit AMOLED-Touchdisplay und soll bis zu 13 Tage durchhalten. Die 170er-Modelle legen nach und bringen unter anderem Garmin Pay und ein integriertes Barometer mit. Eine Variante mit Musikspeicher ergänzt das Angebot. Die Geräte sind bereits im Handel.
Mehr Funktionen am Handgelenk
Auch bei der Software zieht Garmin nach. In Europa ermöglicht das Unternehmen durch Anpassungen im Rahmen des Digital Markets Act mehr iPhone-Funktionen auf der Uhr. Dazu zählen Live-Aktivitäten und interaktive Benachrichtigungen.
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Hinzu kommt ein Feature-Boost für die Fenix 8- und Venu X1-Serien. Damit erweitert Garmin unter anderem das Ausrüstungs-Tracking und die Schlafanalyse. Über den Connect IQ Store gibt es für ausgewählte Modelle außerdem eine WhatsApp-App, mit der Nutzer Nachrichten lesen, beantworten und mit Emojis reagieren können.
Gesundheits- und Marktfantasie
Parallel dazu schärft Garmin sein Profil im Gesundheitsbereich. Die Zulassung der EKG-App als Medizinprodukt der Klasse IIa in Europa passt in diese Linie. Das Unternehmen positioniert seine Uhren damit nicht nur als Sportgeräte, sondern stärker als Gesundheitsplattform.
An der Börse schlägt sich die jüngste Produktwelle bislang nur begrenzt nieder. Die Aktie schloss am Freitag bei 196,05 Euro und lag damit 1,80 Prozent im Minus. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Rückgang von 12,98 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn aber immer noch ein Plus von 13,32 Prozent.
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Der Markt dürfte nun vor allem beobachten, ob die neuen Forerunner-Modelle und die engere Apple-Anbindung den Absatz stützen. Der zusätzlich kursierende Tracker „Cirqa“ würde das Sortiment weiter abrunden, bleibt aber vorerst ein Bericht über eine mögliche Entwicklung.
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