Vernova, ZuwÀchsen

GE Vernova enttÀuscht trotz ZuwÀchsen - WindgeschÀft problematisch

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 13:47 Uhr | dpa.de

Der weltweite Energiehunger sorgt weiter fĂŒr eine hohe Nachfrage beim Energietechnikkonzern GE Vernova US36828A1016.

So stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar, wie der Konkurrent von Siemens Energy DE000ENER6Y0 am Mittwoch in Cambridge mitteilte. FĂŒr das Gesamtjahr zeigte sich GE Vernova fĂŒr den Umsatz nun optimistischer. WĂ€hrend sich das GeschĂ€ft mit Gasturbinen sowie Elektrifizierung weiter robust entwickelt, schwĂ€chelt hingegen die Windkraftsparte und schreibt weiter Verluste.

Am Markt kamen die Zahlen vorbörslich schlecht an. Zudem enttÀuschte der Ausblick die erfolgsverwöhnten Investoren. Der Kurs knickte um bis zu acht Prozent ein. In diesem Sog fiel auch die Aktie von Siemens Energy um rund acht Prozent und bildete damit das Schlusslicht im Dax DE0008469008. Beide Aktien hatten in den vergangenen Jahren erheblich vom KI-Boom profitiert.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich in den drei Monaten bis Ende Juni von 770 Millionen im Vorjahr auf 1,25 Milliarden Dollar, und fiel damit minimal schwÀcher aus, als von Analysten im Vorfeld erwartet. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 649 Millionen, nach 492 Millionen Dollar im Vorjahresvergleich, wie GE Vernova weiter mitteilte.

Das Unternehmen sitzt auf einem dicken Auftragspolster von 176 Milliarden Dollar. GE Vernovo hob daher seine Umsatzprognose fĂŒr das laufende Jahr leicht an und erwartet nun Erlöse von 45,5 bis 46,5 Milliarden Dollar und damit jeweils eine Milliarde mehr als zuvor. Der freie Mittelzufluss soll 11,5 bis 12,5 Milliarden Dollar erreichen. Zuvor hatte das Management 6,5 bis 7,5 Milliarden in Aussicht gestellt. Den Ausblick fĂŒr die bereinigte Ebitda-Marge bestĂ€tigte GE Vernova dagegen. Das Unternehmen hatte zuletzt Ende April seine Prognose erhöht.

Unternehmen wie GE Vernova und Siemens Energy kommt derzeit ein sprunghafter Anstieg des Strombedarfs zugute, der durch die Rechenzentren, die KI-Anwendungen betreiben, neue Fabriken und die allgemeine Elektrifizierung verursacht wird.

Vor allem die Nachfrage nach Gas-Turbinen und Netztechnik ist hoch. Ein Wermutstropfen bildete im zweiten Quartal allerdings das GeschĂ€ft mit WindrĂ€dern: So sackte der Auftragseingang um rund 40 Prozent ab, vor allem das GeschĂ€ft mit Landturbinen entwickelte sich schwĂ€cher. Der Umsatz ging ebenfalls deutlich zurĂŒck und der operative Verlust wuchs. FĂŒr das Gesamtjahr geht GE Vernova in dem Segment von einem bereinigten Ebitda-Verlust von 400 Millionen Dollar aus. So stiegen auch die Kosten fĂŒr Meeresanlagen.

de | boerse | 69836196 |