Genossenschaftsbanken schÀrfen ihr Sicherungssystem
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 10:36 Uhr, dpa.deZugleich wurde ein neuer Vorstands- und Aufsichtsrat-Kodex auf den Weg gebracht, wie die genossenschaftliche Finanzgruppe mitteilt. Mit den Vorgaben sollen sich VorstÀnde und AufsichtsrÀte der Mitgliedsinstitute in den kommenden Monaten beschÀftigen. Unter anderem musste die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg den Sicherungsfonds anrufen und trennte sich von ihrem Vorstandschef.
BVR-PrĂ€sidentin Marija Kolak verwies auf einen entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung zu den neuen Regeln aus dem Juni: "Wir haben "Geno Next Level" angestoĂen und umgesetzt, weil wir bei Verantwortlichen in einzelnen Banken hochriskante GeschĂ€fte, Missmanagement oder grob fahrlĂ€ssiges Verhalten gesehen haben. Die Folgen werden meist Jahre spĂ€ter sichtbar - und kommen unsere Solidargemeinschaft teuer zu stehen. Unsere MaĂnahmen verbessern unsere FrĂŒhwarnsysteme und verschĂ€rfen unseren Durchgriff deutlich."
Die genossenschaftliche Finanzgruppe erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von 11,6 Milliarden Euro vor Steuern. Damit wurde das Rekordjahr 2023 (14,4 Mrd Euro) erneut verfehlt, aber das Vorjahr 2024 (10,8 Mrd Euro) ĂŒbertroffen. Dazu beigetragen haben ein leicht gestiegener ZinsĂŒberschuss sowie ein um 56 Prozent gesteigertes VersicherungsgeschĂ€ft. Unter dem Strich blieb ein Jahresgewinn von 7,4 Milliarden Euro. Zur Gruppe gehören 646 Banken und Spezialinstitute, die mehr als 30 Millionen Kunden betreuen.
