Gescheiterte, Auktion

Gescheiterte Auktion - Behörde passt See-WindparkflÀchen an

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 13:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach der gescheiterten Versteigerung von Nordsee-WindkraftflĂ€chen im vergangenen Jahr hat die fĂŒr SeeflĂ€chen zustĂ€ndige Behörde die Planung erneut angepasst.

Die Änderung des FlĂ€chenentwicklungsplans 2025 soll die Bedingungen fĂŒr neue Windparks verbessern, wie das Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. Das BSH ist Deutschlands zentrale maritime Behörde.

BSH-PrÀsident Helge Heegewaldt sagte laut Mitteilung: "Bei Windenergie auf See zÀhlt nicht nur, wie viel Leistung auf einer FlÀche installiert wird." Entscheidend sei auch die Effizienz. "Deshalb geben wir den Anlagen mehr Raum und verringern so gegenseitige Abschattung."

Der Platz in der deutschen Nord- und Ostsee ist begrenzt. BranchenverbĂ€nde und Unternehmen weisen darauf hin, dass der Betrieb der WindrĂ€der unwirtschaftlich werden kann, wenn diese zu nah beieinander aufgestellt werden mĂŒssen. Denn das kann den Stromertrag mindern.

FlÀchenversteigerung scheiterte

Im August vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die FlÀchen N-10.1 und N-10.2 bei einer Auktion der Bundesnetzagentur nicht versteigert worden sind. Nach Angaben von BranchenverbÀnden schlug damit erstmals in Deutschland eine Versteigerung von WindkraftflÀchen auf See fehl.

Die Änderungen des BSH betreffen auch das Gebiet N-10, fĂŒr das sich zuletzt kein KĂ€ufer fand. Das Gebiet wird vergrĂ¶ĂŸert und in drei FlĂ€chen aufgeteilt. "Die Offshore-Windenergieanlagen können in grĂ¶ĂŸeren AbstĂ€nden geplant werden. So lĂ€sst sich der vorhandene Wind besser ausnutzen", hieß es vom BSH.

Ausbau-Gesetz soll geÀndert werden

Bis 2045 will Deutschland eine Leistung von 70 Gigawatt in Nord- und Ostsee erreichen. Die Gesamtleistung der Anlagen lag zum Ende des ersten Halbjahres bei rund 10,8 Gigawatt, wie der Bundesverband Windenergie Offshore mitteilte.

Der Bundestag befasst sich am Donnerstag laut AnkĂŒndigung mit einer Novelle des fĂŒr den Ausbau entscheidenden Windenergie-auf-See-Gesetzes. WirtschaftsverbĂ€nde und die Industriegewerkschaft Metall forderten in einem Appell Nachbesserungen und warnten vor einem Abschwung der Branche.

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