Glencore, Aktie

Glencore Aktie: Handelssparte boomt

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 12:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Bergbaukonzern profitiert von steigenden Energiepreisen und erzielt 3,3 Milliarden Dollar Gewinn im Handelsbereich. Kupferproduktion legt deutlich zu.

Glencore Aktie: Handelssparte erzielt Rekordgewinn – Kurs zieht an
Abstraktes, professionelles Bild eines modernen Handelsraums fĂŒr Rohstoffe mit Fokus auf globale Wirtschaftsströme. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

3,3 Milliarden Dollar operativer Gewinn allein im HandelsgeschĂ€ft — in nur sechs Monaten. Diese Zahl aus dem Halbjahresbericht schickte die Glencore-Aktie am Mittwoch in London um 3,4 Prozent auf 523,70 Pence nach oben. Das Jahresplus wĂ€chst damit auf fast 30 Prozent.

Der RohstoffhĂ€ndler und Bergbaukonzern sieht sich nach eigenen Angaben auf dem Weg zu einem Rekordjahr. Als Treiber nennt das Management die Energiepreise, die durch den Iran-Konflikt krĂ€ftig gestiegen sind — ein Umfeld, von dem HandelshĂ€user wie Glencore ĂŒberdurchschnittlich profitieren.

Kupfer zieht deutlich an, Kohle bremst

Bei der Förderung zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Kupferproduktion kletterte im ersten Halbjahr auf 397.000 Tonnen, ein Plus von 15 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Auch Silber legte leicht zu. Bei Zink, Kobalt, Nickel und Blei ging die Fördermenge dagegen zurĂŒck, ebenso bei der Kohle — sowohl bei Kokskohle als auch bei Energiekohle sank die Produktion im Jahresvergleich.

FĂŒr das Gesamtjahr bestĂ€tigte Glencore die Ziele bei Kupfer, Zink und Nickel weitgehend. Bei der Kohle nahm der Konzern kleinere Anpassungen vor: Die Prognose fĂŒr Kokskohle wurde leicht gesenkt, die fĂŒr Energiekohle dagegen etwas angehoben.

Analysten loben das HandelsgeschÀft

Jefferies-Analyst Christopher LaFemina bekrĂ€ftigte seine Kaufempfehlung fĂŒr die Aktie. Zwar seien die Förderzahlen bei Kupfer und Kokskohle im ersten Halbjahr etwas hinter den Markterwartungen zurĂŒckgeblieben. Bei Zink und Kraftwerkskohle habe Glencore die SchĂ€tzungen jedoch ĂŒbertroffen. Besonders positiv bewertet LaFemina das HandelsgeschĂ€ft — hier rechnet er auch fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte mit einer sehr starken Entwicklung.

Die Kombination aus robuster Förderung bei Kupfer und einem außergewöhnlich profitablen HandelsgeschĂ€ft dĂŒrfte die Diskussion um Glencores GeschĂ€ftsmodell weiter befeuern: Der Konzern verdient nicht nur am Abbau von Rohstoffen, sondern zunehmend auch am Handel damit — gerade in Phasen erhöhter PreisvolatilitĂ€t wie derzeit am Energiemarkt.

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