Glencore Aktie: KCC-Büros im Kongo versiegelt
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 04:57 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Glencore navigiert derzeit zwischen strategischem Wachstum in Nordamerika und politischem Druck in Afrika. Während der Konzern seine Machtbasis in Kanada stärkt, eskaliert ein milliardenschwerer Streit in der Demokratischen Republik Kongo.
Razzia in Kolwezi
In der Demokratischen Republik Kongo haben Steuerbehörden die Verwaltungsbüros der Kamoto Copper Company (KCC) versiegelt. Glencore hält 70 Prozent an diesem Kupferproduzenten. Hintergrund ist ein Streit um angebliche Steuerforderungen in Milliardenhöhe.
Bisher läuft der Betrieb in den Minen trotz der versiegelten Büros weiter. KCC produzierte zuletzt jährlich rund 190.000 Tonnen Kupfer. Glencore weist die Forderungen der Behörden als unbegründet zurück.
Ausbau der Osisko-Beteiligung
Parallel dazu treibt Glencore seine Expansion in Kanada voran. Der Konzern wandelte eine Anleihe bei Osisko Metals im Wert von 25 Millionen Dollar in Eigenkapital um. Auch ausstehende Millionen-Zinsen wurden in weitere Anteile gewandelt.
Glencore kontrolliert nun 128,13 Millionen Aktien des kanadischen Explorers. Damit steigt der Anteil auf 14,4 Prozent der Stammaktien. Die Toronto Stock Exchange muss dieser Transaktion noch offiziell zustimmen.
Marktlage und Ausblick
Die Aktie schloss am Montag bei 6,04 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Papier rund 69 Prozent im Plus. Der RSI signalisiert eine neutrale Marktlage.
Die operative Stabilität hängt nun an der Situation im Kongo. Sollten die Behörden den Zugang zu den Förderstätten blockieren, drohen massive Produktionsausfälle. Dazu kommt die ausstehende Entscheidung der Toronto Stock Exchange über die Osisko-Beteiligung.
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