Gold, Rekordhoch

Gold: 28 Prozent unter Rekordhoch

Veröffentlicht: 26.06.2026 um 18:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Gold fÀllt 28 Prozent unter Rekordhoch, wÀhrend Minenbetreiber hohe Margen erzielen. Zentralbanken planen weitere KÀufe.

Goldpreis stĂŒrzt ab: Förderer profitieren trotz Verkaufswelle
Ein glĂ€nzender Goldbarren auf einer dunklen OberflĂ€che mit einer unscharfen Finanzchart im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Starke Gewinne bei den Förderern, tiefer Fall beim Preis. Beim Gold klaffen RealitÀt und Stimmung derzeit weit auseinander. Das Edelmetall notiert aktuell bei rund 4.065 US-Dollar. Damit liegt der Kurs fast 28 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Januar 2026.

Analysten streichen Prognosen zusammen

FĂŒhrende Investmentbanken reagieren auf den Preisverfall. Goldman Sachs senkte das Jahresendziel kĂŒrzlich auf 4.900 US-Dollar. Im gleichen Schritt korrigierte die Deutsche Bank ihre Erwartungen. FĂŒr das Schlussquartal 2026 rechnen die Experten nur noch mit 4.800 US-Dollar.

Ein wesentlicher Grund fĂŒr den AbwĂ€rtsdruck ist die US-Notenbank. Fed-Chef Kevin Warsh signalisiert mögliche Zinserhöhungen fĂŒr das laufende Jahr. Das stĂ€rkt den US-Dollar. Die Folge: Das Halten des unverzinslichen Edelmetalls wird fĂŒr Investoren teurer. Parallel dazu sinkt die Nachfrage nach Gold-ETFs.

Geopolitik und profitable Minen

Auch geopolitische Spannungen belasten den Kurs. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran treibt die Energiepreise. Das befeuert wiederum die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik. Seit Beginn der Auseinandersetzungen im Februar verlor Gold massiv an Wert.

Die Förderunternehmen tangiert das bislang kaum. Im Gegenteil. Laut einer aktuellen PwC-Studie erzielten Goldminenbetreiber im vergangenen Jahr eine EBITDA-Marge von 71 Prozent. Der Sektor steuerte 22 Milliarden US-Dollar zum Gewinn der gesamten Bergbaubranche bei. Dennoch fließen weltweit nur geringe Summen in neue Minenprojekte.

Zentralbanken kaufen weiter

Trotz der Korrektur bleibt Gold im globalen Finanzsystem verankert. Das Edelmetall hat US-Staatsanleihen als wichtigstes Reserveasset ĂŒberholt. Eine aktuelle Umfrage des World Gold Council belegt diese StĂ€rke. Fast neun von zehn Zentralbanken erwarten steigende globale Goldreserven.

Viele Institutionen greifen selbst zu. Rund 45 Prozent der befragten Notenbanken planen den Ausbau ihrer eigenen BestĂ€nde. Diese institutionelle Nachfrage bildet ein langfristiges Fundament fĂŒr den Markt. Die massiven KĂ€ufe der Zentralbanken dĂŒrften den Preisverfall in den kommenden Monaten abfedern.

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